merken
PLUS Niesky

Schallschutzwände mutwillig demoliert

In Niesky sind die Wände mit Steinen beworfen worden. Kein Einzelfall an der Niederschlesien-Magistrale.

Mit Schottersteinen sind die Schallschutzwände am Bahnhof Niesky beworfen worden. Kein Einzelfall an der Niederschlesien-Magistrale.
Mit Schottersteinen sind die Schallschutzwände am Bahnhof Niesky beworfen worden. Kein Einzelfall an der Niederschlesien-Magistrale. © André Schulze

Starke Dellen bekommen haben die Schallschutzwände am Bahnhof Niesky. Zurückzuführen ist das auf eine mutwillige Beschädigung dieser Schutzeinrichtung zwischen den insgesamt vier Gleisen.

Diese Schäden entstanden über einen längeren Zeitraum bereits während der Schulferien im Sommer, teilt die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf mit . Die Beschädigungen sind durch das immer wiederkehrende Werfen von Steinen, konkret den Schottersteinen vom Gleisbett, gegen die Wand verursacht worden. Der Sachschaden beläuft sich zwischen 6.000 und 8.000 Euro.

DDV Lokal
FÜR SIE NUR DAS BESTE - DDV Lokal
FÜR SIE NUR DAS BESTE - DDV Lokal

Unser DDV-Lokal-Shop ist der Ort, an dem wir für Sie das Besondere großschreiben. Egal ob als Überraschung für Ihre Liebsten oder für Sie selbst: Unsere Geschenke und Manufakturwaren vereinen Tradition, Qualität und Handwerkskunst vom Feinsten. Hier mehr erfahren!

Im Bereich der Bundespolizei Ludwigsdorf ist das gegenwärtig das einzige Vorkommnis entlang der Niederschlesien-Magistrale. "Weitere Sachbeschädigungen sowie Diebstähle von Metall und Kabeln in jüngster Vergangenheit sind uns nicht bekannt", sagt eine Sprecherin der Bundespolizei. Die Ermittlungen zu der Wandbeschädigung laufen noch.

Schäden auch in Klitten und Uhyst

Niesky ist kein Einzelfall, wie SZ auf Nachfrage bei der Deutschen Bahn erfuhr. "Nicht nur in Niesky, sondern auch an anderen Stellen der Niederschlesien-Magistrale wie in Klitten und Uhyst wurden Lärmschutzwände mutwillig erheblich beschädigt", sagt Bahnsprecher Jörg Bönisch. Die Bahn stellt in jedem Fall Strafanzeige.

Es kommt immer wieder zu Straftaten an den Anlagen und Fahrzeugen der Bahn, bestätigt der Bahnsprecher. Das reicht von Graffiti-Schmierereien, Buntmetalldiebstahl oder wie hier die Beschädigung oder Zerstörung von Lärmschutzwänden. Der Schaden geht jährlich in die Millionen Euro. In den zurückliegenden Monaten wurden erfreulicherweise von der Polizei bereits mehrere Täter gestellt, teilt die Bahn mit. Diese Fälle liegen aber außerhalb der Zuständigkeit der Bundespolizei in Ludwigsdorf. Denn dort ist darüber bisher nichts bekannt, wie eine Nachfrage der SZ bestätigt.

Mehr zum Thema Niesky