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Zu Kräften kommen im Skaterpark

Calisthenics ist jetzt auch in Niesky möglich. Für Kraftübungen steht jedem ein Trainingsgerät zur Verfügung.

Marco Neumann von den Nieskyern Skatern trainiert schon am neuen Calisthenics-Parcours. Sebastian Höbler vom Flexiblen Jugendmanagement kümmert sich um die Entwicklung im Skaterpark.
Marco Neumann von den Nieskyern Skatern trainiert schon am neuen Calisthenics-Parcours. Sebastian Höbler vom Flexiblen Jugendmanagement kümmert sich um die Entwicklung im Skaterpark. © André Schulze

Der Skaterpark am Rosensportplatz in Niesky hat eine neue Attraktion: einen Calisthenics-Parcours. Dahinter verbirgt sich eine der neueren Trendsportarten - Calisthenics. Sie steht für eine Form von körperlichen Übungen und Kraftübungen, die nur mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt werden. Für Calisthenics benötigt man keine Gewichte und keine Trainingsgeräte, aber eine Stange, an der man zu Kräften kommen kann. Früher erfüllten diese Funktion das Reck oder der Stufenbarren.

Für Marco Neumann ist es eine Möglichkeit, um Kraft zu tanken. So eine Anlage ist schon lange sein Wunsch gewesen. Der Nieskyer gehört mit zu der Gruppe Freizeitskater, die sich regelmäßig in dem Skaterpark trifft, um zu trainieren. Auf dem Brett zu stehen ist das eine, das andere, die Kraft zu haben, um sich mit einem Skateboard eindrucksvoll in Szene zu setzen. Und dazu bietet sich so ein Übungsgerät an. Es hat seinen Platz gleich neben der Skaterbahn gefunden und wurde vor zwei Monaten bereits aufgestellt.    

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Mit Muskelkraft den Boden ausgehoben

Das geschah nicht ohne Eigeninitiative der Skater-Freunde. Zwar hat die Stadt Niesky für 14 Tonnen Kies gesorgt, der als Fallschutz unter die Anlage kommen sollte. Aber dafür musste eine Grube ausgehoben werden. Das übernahmen die Jugendfreunde und wuchteten 24 Kubikmeter Erdreich an das Tageslicht. "Keine leichte Aufgabe, zumal der Boden noch mit Wurzeln durchsetzt war", sagt Marco Neumann. Und doch sahen die jungen Leute diese Tätigkeit als eine Art Kraftübung an, schließlich sollten sie der Nutznießer der ganzen Aktion sein. 

Initiiert hat den Calisthenics-Parcours der Jugendring Oberlausitz. Wie Sebastian Höbler vom Flexiblen Jugendmanagement berichtet, wurde das Projekt für das Bundes-Förderprogramm "Partnerschaften für Demokratie" im vergangenen Jahr eingereicht. Daraus erhielt der Jugendring 5.000 Euro. Weitere Unterstützung bei dem Vorhaben kam von der Stadt Niesky. Eigentlich sollte dieser Parcours schon Jahre früher stehen, aber bisher fand sich dafür kein geeigneter Fördertopf. Um so größer die Freude bei den Skatern, dass es in diesem Jahr damit geklappt hat.    

Ein Parcours für jedermann

Der Parcours wie auch die Skaterbahn sind öffentlich, können von jedem genutzt werden. "Es würde uns freuen, wenn viele Nieskyer das tun würden, vor allem  den Calisthenics-Parcours, um ihren Körper fit zu halten", wirbt Marco Neumann für diese Investition. Im Internet sind viele Übungen zu finden, die man an der Anlage ausführen kann. "Wir wollen aber auch noch ein Schild aufstellen, auf dem einige Informationen über Calisthenics zu lesen sind", sagt Marco Neumann.  

Aus Sicht des Jugendringes wird der Skaterpark insgesamt von Kindern und Jugendlichen gut angenommen. Auch wenn es bei einzelnen mit der Ordnung und Sauberkeit hapert, ist doch dieses Areal unter den Schatten spendenden Bäumen ein beliebter Treff. Und seitdem die jungen Leute auch ein Dach über dem Kopf haben, ist die Resonanz weiter gestiegen. Seit November vergangenen Jahres ist die ein Jahr zuvor angeschaffte Sitzgruppe aus Holz in einem offenen Pavillon integriert.  Rund 12.000 Euro hat die Schutzhütte gekostet, finanziert und aufgebaut unter anderem durch die Stiftung der Sparkasse und den beiden großen Wohnungsunternehmen der Stadt. Jugendliche haben über den Jugendring beim Streichen des Holzes mitgeholfen.

Basketball und Tischtennis

Somit fügt sich eine Anschaffung an die andere und damit wird der Park, der ein Stück des alten Parkes Monplaisir ist, von Mal zu Mal attraktiver für sportlich ambitionierte Nieskyer. Doch es bleiben auch noch Wünsche, wie es Sebastian Höbler formuliert. In früheren Zeiten konnte man auch Tischtennis spielen, aber die Steinplatten dafür wurden abmontiert, weil sie zum Tischtennisspiel nicht mehr geeignet waren. Ebenso könnte aus dem halben Basketball-Platz mit einem Korb durchaus ein ganzer werden, mit Spielfeld und zwei Körben. Potenzial ist also noch da, nur bleibt die Frage, wie das bezahlt werden kann.  

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