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Doppelter Zuschuss fürs Sommerfest 2021

Die Rothenburger Organisatoren freuen sich: Für das neue Jahr steht ihnen mehr Geld zur Verfügung. Die Stadt aber hat ein Finanzproblem.

Auf ihr Sommerfest mit Rummel, Höhenfeuerwerk und kulturellen Angeboten mussten die Rothenburger und ihre Gäste in diesem Jahr verzichten.
Auf ihr Sommerfest mit Rummel, Höhenfeuerwerk und kulturellen Angeboten mussten die Rothenburger und ihre Gäste in diesem Jahr verzichten. © Rolf Ullmann

Die Frage hat ihre Berechtigung: Was sind aus den 12.000 Euro geworden, die die Stadt Rothenburg für das diesjährige Sommerfest ausgeben wollte? Bekanntlich musste das Fest am ersten Augustwochenende aufgrund der Corona-Bestimmungen abgesagt werden. Also dürfte der städtische Zuschuss noch in der Rathauskasse sein. Diese Frage wollte Stadtrat Philipp Eichler (CDU) gern beantwortet haben. Aber eine für ihn schlüssige Antwort bekam er aus dem Rathaus nicht, sagt er. Deshalb stellte er in der Stadtratssitzung am Mittwoch einen Antrag.

Am Mittwochabend hatten die Stadträte zu beschließen, dass die Stadt für das Sommerfest im kommenden Jahr einen Zuschuss wieder in der Höhe von 12.000 Euro gibt. Philipp Eichler beantragte, dass dieser Beschluss um die 12.000 Euro von diesem Jahr ergänzt wird. Damit würden 24.000 Euro den Organisatoren zur Verfügung stehen. Mit acht Ja-, vier Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen folgte die Mehrheit der Räte dem geänderten Beschluss.

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Haushaltsdefizit wiegt schwer

Das bedeutet, dass im Haushaltsplan für 2021 nun 24.000 Euro fürs Sommerfest veranschlagt sind. Für das Fest ist das gut, für die städtischen Finanzen kritisch. Kämmerin Jane Stangret sagte, dass sich bereits jetzt ein Defizit von 800.000 Euro im neuen Etat abzeichnet, wenn alle Erfordernisse und Wünsche Berücksichtigung finden. Rothenburg erwartet im nächsten Jahr 400.000 Euro weniger an Gewerbesteuer und dass die Investitionspauschale des Landes um 60.000 Euro geringer ausfällt. Die 24.000 Euro fürs Sommerfest sind jetzt aber beschlossene Sache.

Für Bürgermeisterin Heike Böhm ist es wichtig, dass der Stadtzuschuss im November festgeklopft wird, um dem Sommerfestbeirat eine Planungssicherheit geben zu können. Beispielsweise, um Künstlerverträge zu schließen. Denn der städtische Zuschuss dient der Finanzierung des Kulturprogrammes. Das bestätigt Philipp Eichler, der Mitglied des Beirates ist: "Wir haben jetzt einen Betrag, mit dem wir arbeiten können." Und das passierte bereits am Donnerstagabend, wo sich der Sommerfestbeirat zu seiner ersten Sitzung in Vorbereitung des nächsten Sommerfestes treffen wollte.

Zum alten Niveau zurück

Die Eckpunkte sind gesetzt. Das große Volksfest soll vom 30. Juli bis 1. August stattfinden. An den drei Tagen Festgeschehen von Freitag bis Sonntag wird festgehalten. Weitere Gelder und Sachleistungen kommen von Sponsoren. Anspruch des Beirates ist es, das Sommerfest perspektivisch wieder auf das Niveau Ende der 1990er-Jahre zu bringen. In dieser Zeit zählten die Organisatoren rund 60.000 Besucher, die damals noch an vier Tagen in die Neißestadt strömten.

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