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Eine Kegelbahn für Krebas Kinder

Einen schönen Spielplatz hat Kreba-Neudorf seit einem Jahr. Nun kommen weitere Attraktionen dazu.

Seit einem Jahr wird der neue Spielplatz in Krebas Dorfmitte gern und gut genutzt. Nun will die Gemeinde weitere Attraktionen schaffen.
Seit einem Jahr wird der neue Spielplatz in Krebas Dorfmitte gern und gut genutzt. Nun will die Gemeinde weitere Attraktionen schaffen. © André Schulze

Der Spielplatz in Krebas Ortsmitte wird gut angenommen. Nicht nur von den Mädchen und Jungen aus der benachbarten Kita "Kunterbunt", sondern auch von der Dorfbevölkerung und schließlich von den Touristen, die vor allem mit dem Fahrrad die Gemeinde durchstreifen. Nun soll die Attraktivität weiter gesteigert werden: mit zwei neuen Erlebnisbereichen.

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Dabei handelt es sich zum einen um eine Holzkegelbahn und eine Wasserspielstrecke. Das hölzerne Labyrinth lädt die Kinder dazu ein, mit Wasser zu agieren, das sie sich aus einer Holzpumpe mit Muskelkraft holen müssen. Um das anschaffen zu können, will die Gemeinde Kreba-Neudorf das Leader-Programm nutzen. Wie Bürgermeister Dirk Naumburg sagt, wird der Antrag dafür noch diesen Monat zum neuen Aufruf eingereicht. Rund 80.000 Euro sind für die Erweiterung kalkuliert. Die Chancen auf Förderung stehen gut, ist der Bürgermeister überzeugt, ansonsten muss ein neuer Anlauf genommen werden.

Anziehungspunkt für Touristen

Offiziell nennt die Gemeinde das Areal einen Rast- und Spielplatz. Touristische Aspekte spielen mit eine Rolle, denn der Seeadler- und auch der Wolfsradweg führen daran vorbei. Radlern bietet der Platz die Möglichkeit, Pause zu machen. Und das wird genutzt. Aber auch an die bequemen Spielplatzbesucher denkt die Gemeinde. Also jene, die im Auto vorfahren. Für sie soll der vorhandene Parkplatz um einige Stellflächen erweitert werden.

Schließlich ist der Platz nicht nur einer zum Verweilen, sondern auch ein geschichtsträchtiger. Hier stand einst der Gasthof "Zur Krone". In den letzten Kriegstagen 1945 wurde das Gebäude zerstört und danach abgerissen. 75 Jahre blieb die Fläche ungenutzt, bis im vergangenen Jahr der Rast- und Spielplatz neu entstand. Holzarchitektin Eva Höppner von der Künstlerischen Holzgestaltung Bergmann ließ sich von der einstigen Kneipe inspirieren und schuf hölzerne Spielelemente, die typisch für eine Gastwirtschaft sind - wie Küche, Kneipenecke und Zapfanlage.

Die beiden Neuanschaffungen fügen sich nahtlos ein. Frühere Gasthöfe hatten oft eine Kegelbahn vor dem oder im Haus - und die Wasserstrecke lässt sich mit einer Abwaschstrecke in der Küche vergleichen.

Neue Info-Tafeln aus Holz

Zu dem Spielplatzprojekt zählt auch, die dreiteilige Informationstafel zu überarbeiten. Auf ihr stellen sich Gemeinde und Biosphärenreservat vor. Das ist aber nicht die einzige Baustelle. Es ist geplant, die Anschlagtafeln in allen vier Ortsteilen durch neue zu ersetzen. Die bisherigen Aluminium-Schaukästen sollen verschwinden und durch Kästen aus wetterfestem Holz ersetzt werden. Rund 17.000 Euro sind veranschlagt. Dafür beantragt die Gemeinde eine Förderung aus dem Regionalbudget Leader. Wie beim Spielplatz steht auch bei den Schaukästen eine Förderquote von 80 Prozent in Aussicht.

Beide Vorhaben zeigen, dass Kreba-Neudorf im digitalen Zeitalter auch auf analoge Bekanntmachungen und handgemachte Spielmöglichkeiten für die Kinder setzt. Und das kommt an.

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