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Quitzdorf: Stausee-Sanierung dauert vermutlich bis 2030

Finanziell scheint das Projekt mit Geldern des Kohleausstiegs abgesichert. Trotzdem liegt der Baubeginn noch in weiter Ferne.

Die Staumauer der Talsperre Quitzdorf wurde für Voruntersuchungen schon einmal unter die Lupe genommen. Dazu musste der Pegel des Gewässers beträchtlich abgesenkt werden.
Die Staumauer der Talsperre Quitzdorf wurde für Voruntersuchungen schon einmal unter die Lupe genommen. Dazu musste der Pegel des Gewässers beträchtlich abgesenkt werden. © André Schulze

Der Stausee Quitzdorf muss noch längere Zeit auf die angestrebte Komplexsanierung warten. Dass sich der für die Vergabe von Kohlemillionen zuständige Begleitausschuss aus Vertretern der Landkreise Görlitz und Bautzen vor Kurzem positiv zu dem vom Freistaat Sachsen in den Ring geworfenen Projekt geäußert hat, ist nur die eine Seite. Das bringt finanzielle Sicherheit.

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Die andere Seite umfasst Planung und Bau und ist bedeutend langwieriger als der schon in naher Zukunft zu erwartende Finanzfluss. Nach Informationen von Patricia Zedel von der Landestalsperrenverwaltung (LTV) wird es ab der Finanzierungszusage - die offiziell noch nicht vorliegt - mindestens drei Jahre dauern, ehe sämtliche Planungen abgeschlossen sind und die erforderlichen Genehmigungen eingeholt sind. Daran schließt sich das Ablassen der Talsperre an. Der momentane Wasserstand beträgt 159,16 Meter über Normal Null (ü.NN), was einem Inhalt von 14,6 Millionen Kubikmetern und 89 Prozent des erreichbaren Maximalfüllstandes entspricht.

Für die Sanierung muss der Stausee komplett abgelassen werden. Wie lange das dauern wird, ist momentan nicht absehbar. Dies richte sich "hauptsächlich nach dem dann tatsächlich vorhandenen Füllstand der Talsperre", so die Sprecherin, und sei abhängig von der Witterungssituation. Als das Gewässer für Voruntersuchungen an der Staumauer schon einmal zu großen Teilen abgelassen wurde, war das ein langwieriger Prozess, der sich über mehrere Monate erstreckte.

Die eigentliche Komplexsanierung nimmt dann nach den Vorstellungen der Landestalsperrenverwaltung etwa vier Jahre in Anspruch. Laut Patricia Zedel geht es dabei in einem ersten Schritt um den Sedimentrückhalt, danach um die Stauraumgestaltung und schließlich um die Instandsetzung der Staumauer, die sich in 14 Einzelmaßnahmen untergliedert. Ehe die Talsperre wieder angestaut werden kann, werden also noch mindestens sieben Jahre vergehen. Realistischer sind indes acht oder neun Jahre.

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