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Kleine Fortschritte im Straßenbau

Acht Straßen hätten es besonders nötig in Niesky. Warum der Stadtrat sich für diese drei Straßen entschied.

Bevor es an das Instandsetzen ganzer Straßen geht, werden jedes Jahr erst die Winterschäden beseitigt wie hier in Niesky am Zinzendorfplatz.
Bevor es an das Instandsetzen ganzer Straßen geht, werden jedes Jahr erst die Winterschäden beseitigt wie hier in Niesky am Zinzendorfplatz. © Archiv/André Schulze

Die städtischen Finanzen lassen in diesem Jahr nicht viel Spielraum zur Sanierung der Straßen in Niesky.

Nur drei Straßen sind finanziell untersetzt und können gemacht werden. Die Liste notwendiger Reparaturen am Straßenbelag ist weitaus länger. Acht städtische Straßen schafften es auf die Prioritätenliste der Tiefbauverwaltung. Der Technische Ausschuss der Stadt stimmte jetzt für drei dieser Straßen.

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Wichtig ist, dass begonnener Straßenbau weitergeführt wird. Sachgebietsleiter Enrico Bachmann spricht von der Martin-Voß-Straße im Ortsteil See. Im Herbst wurden die ersten 250 Meter auf vier bis fünf Meter verbreitert und mit einer neuen Deckschicht versehen. Das soll in diesem Jahr vom Gedenkplatz Sühnekreuz bis zu Schlossmauer fortgesetzt werden in einer Länge von 190 Metern. Die Kosten sind auf 65.000 Euro kalkuliert. Im vergangenen Jahr waren es für den ersten Abschnitt rund 75.000 Euro. Dazu kamen weitere 28.500 Euro, die die Stadtwerke Niesky in das Verlegen von Kabel und Leerrohren für die Breitbanderschließung investierten. Im folgenden Abschnitt soll die Straße auf fünfeinhalb Meter verbreitert und mit einer neuen Deckschicht versehen werden. Ergänzt wird das mit einer Regenentwässerung, die bisher fehlte.

Stradtwerke schließen sich an

Die Herbert-Balzer-Straße in Niesky soll endlich einen Regenwasserkanal bekommen, damit das Niederschlagswasser nicht mehr in die Grundstücke läuft.
Die Herbert-Balzer-Straße in Niesky soll endlich einen Regenwasserkanal bekommen, damit das Niederschlagswasser nicht mehr in die Grundstücke läuft. © André Schulze

Bevor die Stadt einen Straßenbau plant, geht sie in eine Abstimmungsrunde zum Beispiel mit den Stadtwerken Niesky. "Das spart Kosten und Aufwand, indem wir nicht zweimal eine Straße aufreißen müssen", erklärt Bachmann den Sinn, Straßensanierungen als Gemeinschaftsaufgabe zu deklarieren. Das ist nicht nur in See so, auch die Herbert-Balzer-Straße wird gemeinsam angefasst. Zwischen Ludwig-Ey-Straße und den Herbert-Balzer-Platz kommt nicht nur eine neue Straßendecke. Ein neuer Regenwasserkanal soll verlegt und die Straßenlampen erneuert werden. Kostenpunkt gut 72.000 Euro. Die Stadtwerke wollen unter der Straße die Trink- und Abwasserleitungen neu verlegen, den Breitbandausbau vorbereiten und ein Zehn-Kilovolt-Stromkabel verlegen. Aus städtischer Sicht besteht an dieser Straße besonders bei der Straßenbeleuchtung und dem Ableiten von Regenwasser ein hoher Investitionsbedarf.

Straße Nummer drei ist die Konrad-Wachsmann-Straße. Dabei handelt es sich nur um das kurze Stück zwischen Johannes-R. Becher- und der Christophstraße. Aber auch der hat es in sich. Der Asphaltbelag soll durch einen neuen ersetzt werden. Dieser wird durch entsprechenden Unterbau frostsicher gemacht. Die Stadtwerke nutzen die Baustelle, um Kabel für das Internet zu verlegen. Zudem kommen neue Straßenlampen. Hintergrund dieser Baumaßnahme ist, dass die Konrad-Wachsmann-Straße zur Umleitungsstrecke wird, wenn die Rothenburger Straße grundhaft ausgebaut wird. Das soll aber nicht vor 2023 geschehen.

Die Konrad-Wachsmann-Straße wird zwischen Christophstraße und Johannes-R.-Becher-Straße einen frostsicheren Asphaltbelag und neue Straßenlampen bekommen.
Die Konrad-Wachsmann-Straße wird zwischen Christophstraße und Johannes-R.-Becher-Straße einen frostsicheren Asphaltbelag und neue Straßenlampen bekommen. © André Schulze

Rechnet man die drei Straßen zusammen, betragen die geschätzten Baukosten rund 191.000 Euro. Damit ist das städtische Budget von 210.690 Euro fast erschöpft. Wobei die Stadt selbst nur ein Zehntel dieser Summe aufbringen muss, der Löwenanteil kommt als Fördergeld Straßeninstandsetzung vom Freistaat. Das sind knapp 190.000 Euro. So viel hat die Stadt Niesky auch im vergangenen Jahr bekommen. Auf der Warteliste bleiben unter anderem der nächste Abschnitt der Martin-Voß-Straße zwischen Lange Straße und Postweg, das Verbreitern der Martinstraße, die Verbindungsstraße von der B 115 in die Siedlung Zedlig bei Kosel und die Käthe-Kollwitz-Straße in Höhe Dewog-Haus.

Winterschäden halten sich in Grenzen

Was die Winterschäden betrifft, so sind sie in Niesky und seinen Orten überschaubar. "Die Katastrophe ist zum Glück ausgeblieben", schätzt Enrico Bachmann den Zustand der kommunalen Straßen ein. Seit vergangener Woche ist der Bauhof dabei, die größten Schlaglöcher mit Kaltmischgut zu schließen. Rund 500 Kilogramm sind bereits auf die Straßen gebracht. Mehr Sorgen machen die durch Frost und Salz verursachten Risse in den Straßen. Gegenwärtig werden sie erfasst und sollen durch eine Fachfirma beseitigt werden. Die Ausschreibung ist in Arbeit.

Weder gute noch schlechte Nachrichten gibt es zum Dauerbrenner Goethe- und Herder-Straße. Es geht ins fünfte Jahr, in dem beide Straßen grundhaft ausgebaut werden sollen. Aber die Stadt hat nach wie vor keinen Bescheid aus Dresden vorliegen, ob das Vorhaben gefördert wird oder nicht.

Anfang und Ende. Die Martin-Voß-Straße in See soll in diesem Jahr weiter gebaut werden. Der Anfang wurde vergangenen Herbst ortseinwärts gemacht.
Anfang und Ende. Die Martin-Voß-Straße in See soll in diesem Jahr weiter gebaut werden. Der Anfang wurde vergangenen Herbst ortseinwärts gemacht. © André Schulze

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