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Totes Wildschwein an der Straße nach Neukosel

Am Sonntag wurde das Tier von einem Jäger entdeckt. Ob es sich mit ASP infiziert hat, wird noch untersucht.

Ein totes Wildschwein wurde am Sonntag an der Straße zwischen See und Neu Kosel entdeckt (Symbolbild).
Ein totes Wildschwein wurde am Sonntag an der Straße zwischen See und Neu Kosel entdeckt (Symbolbild). © Andreas Weihs

Ein totes Wildschwein ist am Sonntag unweit der Straße von See nach Neu Kosel durch einen Jäger entdeckt worden. Daraufhin wurde das Veterinäramt informiert, das die weiteren Maßnahmen wie Transport und Untersuchungen veranlasst.

Ob der Schwarzkittel an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben ist, konnte zum Montag noch nicht gesagt werden. Zu den am Wochenende beprobten Kadavern liegt noch kein Ergebnis vor, teilte am Montag das Veterinäramt auf SZ-Nachfrage mit. Das Schwein kann - neben anderen Ursachen - tatsächlich auch ein Opfer der ASP sein. Häufig ist aber auch ein vorangegangener Unfall oder eine andere Erkrankung die Todesursache, heißt es aus dem Amt.

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Verwertung des Fleisches bleibt verboten

Jedes im Landkreis Görlitz verendet aufgefundene Wildschwein wird auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest untersucht. Der Tierkörper wird über entsprechende Sammelpunkte von der sächsischen Tierkörperbeseitigungsanstalt abgeholt. Dabei weist das Veterinäramt noch einmal darauf hin, dass die Verwertung tierseuchenrechtlich entnommener Tiere nicht möglich ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese offensichtlich gesunden Tiere auch den Virus in sich tragen, ist nicht zu vernachlässigen.

Das Veterinäramt hat bisher in jedem achten entnommenen Tier das ASP-Virus nachgewiesen. Seit dem Erstausbruch von ASP am 1. November 2020 sind bis Ende Mai von 830 Wildschweinen 199 Exemplare positiv auf ASP durch den Landkreis getestet worden. Das Risiko durch den Umgang mit dem Tierkörper den Erreger direkt oder indirekt weiter zu verbreiten, soll durch das Verwertungsverbot deutlich minimiert werden. Zudem erhält der Jäger für jedes erlegte Schwarzwild eine Entschädigung durch den Freistaat, die derzeit 150 Euro beträgt.

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