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Niesky

Fußballer haben ihr stilles Örtchen im Container

Seit 2017 hatten die Fußballer in Uhsmannsdorf für eine neue Toilette gekämpft. Jetzt steht die Lösung. Aber sie ist nicht ganz gewöhnlich.

Der Uhsmannsdorfer SV mit Vereinschef Harald Kreutziger und dem sportlichen Leiter Norbert Brückner (v.l.) kann ab sofort einen Sanitärtrakt nutzen. Rothenburgs Bürgermeisterin Heike Böhm und Tobias Ganer aus dem Rathaus gratulierten.
Der Uhsmannsdorfer SV mit Vereinschef Harald Kreutziger und dem sportlichen Leiter Norbert Brückner (v.l.) kann ab sofort einen Sanitärtrakt nutzen. Rothenburgs Bürgermeisterin Heike Böhm und Tobias Ganer aus dem Rathaus gratulierten. © André Schulze

Beharrlichkeit zahlt sich für die Mitglieder des SV Grün-Weiß Uhsmannsdorf jetzt aus. Schon seit 2017 hatte der Verein bei der Stadt Rothenburg darauf gedrungen, die Sanitärbedingungen am Sportplatz des Ortsteils zu verbessern. "Wir hatten bisher nur völlig unzureichende Anlagen, Männer und Frauen, auch die Besucher, mussten sie gemeinsam nutzen", erklärt der Vorsitzende Harald Kreutziger. Diese Situation hat sich nun grundlegend geändert.

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Rothenburg hat in den vergangenen Monaten investiert. Dabei war längst klar, welche Lösung bevorzugt wird. "Es gab verschiedene Möglichkeiten, die wir zusammen mit einem Planungsbüro und den Vereinsvertretern besprochen haben", erklärt Tobias Ganer, Gebäudemanager der Stadt. Zur Wahl hätten ein Massiv- oder Holzbau oder eine Containerlösung gestanden.

Massiv- und Holzbau scheiden als Lösung aus

Die ist es nun letztlich auch geworden, weil sie laut den Berechnungen die preisgünstigste Variante ist. Seit 2018 wurde nach einer passenden Finanzierung gesucht. Mit dem Leader-Programm wurde sie schließlich auch gefunden.

Der in den vergangenen Tagen aufgestellte Container bietet laut Ganer ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Außerdem war der planerische Aufwand gering, das Genehmigungsverfahren hielt sich in Grenzen. Die Ausstattung des 7,50 mal 3,00 Meter großen Teils konnte individuell bestimmt werden. Und so entschieden sich Rothenburg und Uhsmannsdorf für eine Dreiteilung in Damen-, Herren- und Behindertenbereich mit Toiletten und Waschbecken. Die Duschen befinden sich weiterhin im Vereinsgebäude.

Container so lackiert wie das Vereinsgebäude

Auch wenn das Wort "Container" eine Zwischenlösung suggeriert - die neue Sanitäranlage soll dauerhaft bleiben. Das liegt nicht nur an der Investitionssumme von 39.000 Euro, von der 80 Prozent aus dem Leader-Programm kommen. Auch die vom Hersteller angegebene Lebensdauer ist mit mindestens 25 Jahren lang. Und: Die Stahlhülle wurde in der Fassadenfarbe des Vereinsgebäudes lackiert.

Gerade dies kommt bei den Uhsmannsdorfer Sportlern sehr gut an. "Der Container fügt sich ein, als ob es so sein müsste", freut sich Harald Kreutziger. Die Damenmannschaft des Vereins habe die neue Anlage jüngst bei einem Pokalspiel schon mal ausprobiert. Ihre offizielle Feuertaufe erlebt sie am 22. August, wenn das Herrenteam mit einem Heimspiel in die neue Spielzeit der 1. Kreisklasse startet.

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