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Uhsmannsdorfer Straße: Sanierung kommt

Rothenburg hat die nächste Hürde übersprungen. Die Stadt sitzt jetzt mit zwei Partnern im Boot. Ein Problem bleibt aber.

Gerade vor der Grundschule präsentiert sich die Uhsmannsdorfer Straße in Rothenburg als Buckelpiste. Das soll sich innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre ändern.
Gerade vor der Grundschule präsentiert sich die Uhsmannsdorfer Straße in Rothenburg als Buckelpiste. Das soll sich innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre ändern. © André Schulze

Würde die Uhsmannsdorfer Straße so intensiv bearbeitet wie sie in den vergangenen Jahren diskutiert wurde, wäre ihre Sanierung wahrscheinlich schon längst abgeschlossen. Nun aber scheint es für das größte Straßenproblem der Stadt endlich eine Lösung zu geben.

Kern dieser Lösung ist der Abschluss einer Vereinbarung zwischen der Stadt Rothenburg, dem Landkreis Görlitz und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Inhaltlich geht es darum, die Staatsstraße 127, den Knotenpunkt mit der Kreisstraße 8413, die Kreisstraße selbst und die Jahnstraße zu erneuern und auszubauen. Im Klartext bedeutet dies: Das zentrumsnahe Stück der Uhsmannsdorfer Straße wird vom Bahngleis bis zum Kreuzungspunkt mit der Grabenstraße umfangreich saniert. Hinzu kommen die in diesem Bereich anderen wichtigen Straßenabschnitte.

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Kein Radweg an der Uhsmannsdorfer Straße

Nach Informationen von Torsten Steinert, der im Landkreis Görlitz für den Straßenbau zuständig ist und zuvor viele Jahre im Rothenburger Stadtrat saß - das Problem also bestens kennt - ist die Vereinbarung der drei Baulastträger Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln. Die sollen aus dem Programm für den kommunalen Straßen- und Brückenbau des Freistaates fließen. Dabei werden unterschiedliche Fördersätze angesetzt. Für den Knotenpunkt einschließlich der Staatsstraße bis zur Bahnschiene der stillgelegten Trasse nach Horka sind 90 Prozent Förderung angesetzt. Für das 235 Meter lange Stück Kreisstraße gibt es 80 Prozent Förderung, für die kommunale Jahnstraße nur 70 Prozent. Insgesamt fließen rund 1,34 Millionen Euro, die Stadt Rothenburg muss 234.900 Euro Eigenmittel zur Verfügung stellen.

Ein Radweg ist bei dem Ausbau der Staatsstraße jedoch nicht vorgesehen. Dafür wird die Piste laut Jens Ziegler, Sachgebietsleiter im Amt für Hoch- und Tiefbau des Kreises, zu wenig frequentiert. Mindestens 400 Fahrzeuge müssten die Straße je Stunde passieren, damit ein Radweg mit integriert werden könnte.

Etwa 1,5 Jahre bis zur Fertigstellung

Torsten Steinert hofft, dass der Fördermittelbescheid 2021 eintrifft. Dann könnte nach Fertigstellung der Planung und erfolgter Ausschreibung 2022 mit dem Bau begonnen werden. Die Dauer veranschlagt der Amtsleiter allein für die Kreisstraße mit einem bis eineinhalb Jahren.

Eine zusätzliche Herausforderung könnten die weiteren Bauvorhaben sein, die im gleichen Zeitraum in diesem Bereich verwirklicht werden sollen. Denn auch die Neubauten von Oberschule und Sporthalle könnten bis dahin plan- und finanztechnisch so weit gediehen sein, dass schwere Materialtransporte zu den Baustellen geleitet werden müssten. "Wir werden das genau beobachten und bei Bedarf Bauabschnitte bilden, damit die Zufahrt dorthin immer gewährleistet ist", so Steinert.

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