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Feuerwehr löscht schnell Waldstück bei Rothenburg

Die trockene Witterung begünstigt die Waldbrandgefahr. Doch bisher ist der Landkreis Görlitz noch glimpflich davongekommen.

Im Landkreis Görlitz hat die Waldbrandsaison begonnen. Am vergangenen Sonntag gab es bei Spreehammer nach mehrwöchiger Pause den zweiten in diesem Jahr.
Im Landkreis Görlitz hat die Waldbrandsaison begonnen. Am vergangenen Sonntag gab es bei Spreehammer nach mehrwöchiger Pause den zweiten in diesem Jahr. ©  Archiv/André Schulze

Es hätte zweifellos schlimmer kommen können. Doch nachdem die Alarmierung am Sonntagnachmittag raus war, dauerte es nicht lange und der Brand in einem Waldstück zwischen Spreehammer und Trebus war gelöscht. Die Leitstelle hatte alle Ortsfeuerwehren aus Rothenburg und Hähnichen alarmiert, zusätzlich noch die Tanklöschfahrzeuge der Horkaer und Nieskyer Feuerwehr geschickt.

Zuerst am Einsatzort, einem rund zehn mal zehn Meter großen Waldstück, war die Freiwillige Feuerwehr aus Quolsdorf. "Wir kamen gerade von einem Verkehrsunfall auf der B 115 bei Niesky. Der Brandherd lag quasi auf unserem Nachhauseweg", erzählt Wehrleiter Frank Süße. Das schnelle Handeln machte sich bezahlt. Denn: "Als wir ankamen, fraß sich das Feuer immer weiter voran." Die fünf Quolsdorfer Kameraden setzten zur Flammenbekämpfung zuerst Leichtschaum ein und durchfeuchteten den Boden anschließend mit 10.000 Liter Wasser.

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Nachrückende Wehren brauchten wegen der schnellen und effektiven Brandbekämpfung gar nicht mehr einzugreifen. So auch die Kameraden aus Rothenburg. Wehrleiter David Schwarz: "Obwohl die Stelle ziemlich weit drinnen im Wald lag, war sie gut zu erreichen. Denn es brannte direkt neben einem Weg." Nach kurzem Austausch mit den Quolsdorfer Kameraden seien die Rothenburger Ortswehren aber wieder abgerückt.

Auch der für den Bereich Niesky zuständige stellvertretende Kreisbrandmeister Holger Heckmann war mit vor Ort. Er schätzt den Brand als unkompliziert und schnell beherrschbar ein. Allerdings bestehe nach den zuletzt trockenen Tagen zunehmend die Gefahr, dass es in den Wäldern brennt. "Von maximal fünf möglichen Waldbrandwarnstufen sind wir jetzt bei der drei. Bisher ist der Landkreis noch glimpflich davongekommen." Der Brand bei Spreehammer sei erst der zweite in diesem Jahr gewesen. Zuvor habe es zu Ostern bei Jänkendorf gebrannt.

Wie der aktuelle Brand entstanden ist, ist derzeit noch unklar. Am Sonntagnachmittag war auch die Polizei mit ausgerückt und konnte laut Frank Süße eine benutzte Flasche Grillanzünder bergen. Ob es sich deshalb um Brandstiftung handelt, muss noch ermittelt werden.

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