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Adventsstimmung auch ohne Weihnachtsmarkt

In den Städten und Dörfern leuchten die Weihnachtsbäume. Mehr ist in und um Niesky in Corona-Zeiten nicht erlaubt.

Marcel Hübner und die Mitarbeiter der KOIS schmücken den Weihnachtsbaum in Kodersdorf, den sie kurz zuvor vor dem Gemeindeamt aufgestellt haben.
Marcel Hübner und die Mitarbeiter der KOIS schmücken den Weihnachtsbaum in Kodersdorf, den sie kurz zuvor vor dem Gemeindeamt aufgestellt haben. © André Schulze

Das Städt'l in Nieder Seifersdorf hat sich herausgeputzt, um zum ersten Advent im Lichterglanz zu erstrahlen. Auch wenn hier dieses Jahr nicht die Massen an Besuchern flanieren werden wie in anderen Jahren. Vergangenen Sonnabend haben sich die Mitglieder des Heimatvereins und die Radballer getroffen, um das Areal an der Kirche zu schmücken. Der Weihnachtsbaum hat seinen Platz wieder an der Brücke, die Lichterketten hängen über der Straße und auch die Märchenfiguren haben ihre Plätze wieder eingenommen.

"Das alles haben wir wieder in Eigenleistung übernommen", sagt Roselies Nitsche vom Heimatverein. Gerne hätten es die Heimatfreunde, wenn ihre Bemühungen mit dem Weihnachstmarkt gekrönt würden, aber der fällt wie in allen anderen Kommunen der Corona-Pandemie zum Opfer. Ebenso die Veranstaltungen, die jedes Jahr um diese Zeit in der Kirche stattfinden. Dennoch soll die Weihnachtszeit nicht spurlos an den Nieder Seifersdorfern vorbeigehen. Deshalb haben sich die beiden Vereine wieder die Mühe gemacht.

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Vereine schmücken Marktplätze

Vom gleichen Gedanken geleitet ist auch der Feuerwehrverein Diehsa. Die Kameraden schmücken den Marktplatz am Gewandhaus. Auch dort steht ein Weihnachtsbaum und die historischen Marktlauben werden ebenso mit Lichtern illuminiert. Waldhufens Bürgermeister Horst Brückner sagt: "Obwohl wir auf das Markttreiben verzichten müssen, wird es beim Ausschmücken keine Abstriche geben." Das zieht sich bis in die Kindereinrichtungen und die Grundschule in der Gemeinde fort.

Der Nieskyer Bauhof hat auch in diesem Jahr wieder die Aufgabe, für drei Weihnachtsbäume zu sorgen: auf dem Zinzendorfplatz und in den Ortsteilen Ödernitz und See. Am Montag hievte ein Kran die Blaufichte auf den Platz vor der Kirche. Dieses Mal war es kein "einheimischer Baum", also aus Niesky. Stattdessen wurde er in Petershain geschlagen und nach Niesky transportiert. Kein leichtes Unterfangen, galt die Fahrt doch als Schwertransport und musste durch die Polizei begleitet werden. Die Familie in Petershain hat ihren Baum gern abgegeben, denn nun hat sie wieder mehr Platz und Licht auf dem Grundstück. Und: Die Fichte erfüllt noch einen guten Zweck - als Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum, der dieses Jahr in Ödernitz steht, kommt auch aus einem anderen Ort, aus Jänkendorf. Nur der Seer ist ein Seer Baum. Ihn stifteten zwei Familien aus dem Ortsteil.

Rothenburg leuchtet ab Freitag

Der Rothenburger Weihnachtsbaum ist am Montag von den Bauhof-Mitarbeitern auf dem Markt aufgestellt worden. Sein Spender ist in diesem Jahr der Chef selbst. Die Blautanne stammt aus seinem Garten, berichtet Roland Firl. Und dort ist sie zu groß und mächtig geworden, so der Rothenburger. Weihnachtlich erleuchtet ist in diesem Jahr auch das Rathaus. Die Stadt hat einige Lichterbögen gekauft, die in der Weihnachtszeit in die Fenster gestellt werden. Damit wird nicht nur der Baum am Rathaus weihnachtlich leuchten.

Weihnachtsglanz - eine Bildergalerie

Die Mitarbeiter des Bauhofes lassen den Weihnachtsbaum über den Zinzendorfplatz schweben, um ihn vor der Kirche in den Boden zu setzen. Die Blaufichte kommt aus Petershain und wird nach dem Aufstellen noch etwa elf Meter hoch sein.
Die Mitarbeiter des Bauhofes lassen den Weihnachtsbaum über den Zinzendorfplatz schweben, um ihn vor der Kirche in den Boden zu setzen. Die Blaufichte kommt aus Petershain und wird nach dem Aufstellen noch etwa elf Meter hoch sein. © André Schulze
Das Städt*l in Nieder Seifersdorf ist zur Adventszeit wieder mit Lichtern weihnachtlich geschmückt.
Dafür haben am vergangenen Sonnabend der Heimatverein und die Radsportler gesorgt. Auch die Märchenfiguren stehen wieder an ihrem Platz.
Das Städt*l in Nieder Seifersdorf ist zur Adventszeit wieder mit Lichtern weihnachtlich geschmückt. Dafür haben am vergangenen Sonnabend der Heimatverein und die Radsportler gesorgt. Auch die Märchenfiguren stehen wieder an ihrem Platz. © André Schulze
Ab Freitag wird auch der Weihnachtsbaum am Markt in Rothenburg im Lichterglanz erstrahlen.
Am Montag wurde die gut gewachsene Blautanne vom Bauhof der Stadt aufgestellt. Gespendet hat ihn dieses Mal der Bauhofchef selbst.
Ab Freitag wird auch der Weihnachtsbaum am Markt in Rothenburg im Lichterglanz erstrahlen. Am Montag wurde die gut gewachsene Blautanne vom Bauhof der Stadt aufgestellt. Gespendet hat ihn dieses Mal der Bauhofchef selbst. © André Schulze

In Kodersdorf ist der Weihnachtsbaum am Mittwoch aufgestellt worden. Seinen Platz hat er wieder vor dem Gemeindeamt. Mitarbeiter der Kodersdorfer Inklusions- und Service-Gesellschaft stellten ihn auf und brachten auch gleich die Lichterkette mit an. Der Baum kommt aus der Gemeinde. Mehr Weihnachtliches wird es um das Schloss und seinen Park nicht geben, denn auch Kodersdorf hat seinen, für den zweiten Adventssonntag geplanten Weihnachtsmarkt absagen müssen.

Nachhaltigkeit in Kreba-Neudorf

Für weihnachtliche Atmosphäre wird auch in den kleinen Gemeinden gesorgt. Uwe Blättner, Bürgermeister von Mücka, sagt, dass es Tradition ist, dass in Mücka und Förstgen jeweils ein großer Weihnachtsbaum steht. In Förstgen kümmert sich die Zimmerei Müller darum, in Mücka die Mitglieder vom Klub. Dazu kommt noch ein kleiner Tannenbaum vor dem Gemeindeamt. Den sponsert jedes Jahr ein Landwirt.

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Die Nachbargemeinde Kreba-Neudorf setzt auf Nachhaltigkeit, erklärt Bürgermeister Dirk Naumburger. "Wir haben einen ständigen, also gepflanzten Weihnachtsbaum am Dorfplatz. Dieser wird jedes Jahr mit einer Lichterkette für die Weihnachtszeit versehen." Damit erspart sich die Gemeinde den aufwendigen Transport und das Entsorgen des Baumes. In Neudorf gibt es jedes Jahr den Weihnachtskranz. Diesen dekoriert der Heimatverein und bestückt ihn mit vier Lichtern für die vier Adventssonntage. Somit zeigen sich viele Städte und Dörfer im weihnachtlichen Flair, auch wenn in diesem Jahr auf Glühweinduft und Markttreiben verzichtet werden muss.

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