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Wer hängt sich an die Dachrinne?

Der Pavillon im Nieskyer Skaterpark ist erneut beschädigt worden. Ein weiteres Ärgernis ist der Müll.

Der Pavillon an der Skateranlage im Monplaisir wurde wieder Schauplatz von Zerstörungswut und Vermüllung.
Der Pavillon an der Skateranlage im Monplaisir wurde wieder Schauplatz von Zerstörungswut und Vermüllung. © André Schulze

Wer macht Kraftsport an der Dachrinne? Diese Frage stellt sich einem, wenn man den Pavillon im Skaterpark in Niesky näher betrachtet. Ein Stück heruntergebogene Dachrinne zeugt seit einigen Tagen davon. Aber das ist nicht die einzige Blessur, die der hölzerne Unterstand aufweist.

Mit Schriften beschmierte Balken gehören ebenso dazu wie Einkerbungen und andere "Verewigungen" in den Hölzern. Der Bauhof der Stadt Niesky ist mindestens einmal im Monat mit Reparaturarbeiten beschäftigt, um Dinge an dem Pavillon wieder ihn Ordnung zu bringen oder Gefahren zu beseitigen. Gänzlich abmontiert sind inzwischen die beiden Fallrohre für das Regenwasser. Auch sie mussten sich schon einigen Kraftübungen geschlagen geben.

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Nicht der einzige Ort für Vandalismus

Ein weiteres Problem ist der liegengelassene Abfall von den sich treffenden Kindern und Jugendlichen. Klar, nicht alle, die sich dort treffen stehen unter Verdacht. Aber die wenigen Kraftprotze, die sich an dem Objekt austoben, rücken die Nieskyer Jugend in ein schlechtes Licht . Der Astrachan oder der inzwischen eingezäunte "China-Tempel" am Gymnasium sind beziehungsweise waren der Zerstörungswut genauso ausgesetzt.

Die Stadt ist dem Wunsch Nieskyer Jugendlicher nachgekommen und hat ihnen ein Dach über dem Kopf in Neu Monplaisir angeboten. Mitte November 2019 ist der Holzpavillon übergeben worden. Rund 12.000 Euro hat die Anlage gekostet. Finanziert und aufgebaut durch die Stiftung der Sparkasse, den beiden großen Wohnungsunternehmen der Stadt, private Spender, den Bauhof und die Jugendeinrichtungen in Niesky. Am Aufbau haben auch Jugendliche mitgewirkt. Doch schon zwei Wochen später gab es die ersten Beschädigungen. Die Fallrohre waren eingedrückt. Weitere Schäden kamen in der Zwischenzeit dazu. Unverständlich nicht nur für die am Aufbau beteiligten Spender und Personen, sondern auch für Spaziergänger, die den Park durchqueren.

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