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Endlich wieder Reitsport satt in Horka

Am Pfingstwochenende steht Horka ganz im Zeichen des Reitsports – trotz aller Probleme.

Von Frank Thümmler
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Der für Rothenburg startende Kamenzer Marvin Jüngel kommt mit der Empfehlung eines starken Auftritts beim Hamburger Springderby nach Horka.
Der für Rothenburg startende Kamenzer Marvin Jüngel kommt mit der Empfehlung eines starken Auftritts beim Hamburger Springderby nach Horka. © Archivfoto: Hans-Ernst Friedrich

Horka. Seit Montag ist Gewusel auf der Fläche zwischen Niesky und Horka, auf der Jahr für Jahr das Horkaer Pfingstturnier stattfindet. Die Plätze sind inzwischen vorbereitet, Zelte aufgebaut, Technik eingerichtet – endlich kann es losgehen. Nach zwei coronabedingten Absagen findet das traditionelle Pfingstturnier wieder statt.

Das Programm, das der Horkaer Verein anbietet, ist so wie 2019. „Kleiner macht es für uns auch keinen Sinn, wenn wir hier auf der Wiese alles aufbauen“, sagt Matthias Barth, der Vereinsvorsitzende des Reit- und Fahrvereins. Von Sonnabend bis Montag wird Breiten- und hochklassiger Sport geboten, bis hin zu S**-Prüfungen im Springreiten und in der Dressur. Am Sonntag folgen auch Prüfungen für die Ein- und Zweispänner.

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„Wir sind die Einzigen in Ostsachsen, die das noch anbieten. Aber wir wollen diese Tradition ganz einfach erhalten“, erklärt Barth. Zuschauer können sich trotz aller Probleme auf ein hochklassiges Teilnehmerfeld freuen. Im Springreiten werden viele mit dem Rothenburger Lokalmatadoren Philipp Schober mitfiebern. Er trifft unter anderem auf Manuel Prause, Julian Dotzauer, Hardy Heckel und Marvin Jüngel, der zuletzt beim Hamburger Derby gute Ergebnisse einfuhr. Auch die Reiter des Moritzburger Landgestüts werden wieder in Horka starten – im Springreiten und in der Dressur. Im Dressurviereck könnte die Görlitzerin Tina Kage ein Wörtchen mitreden. Erwartet werden rund 400 Reiter und Fahrer, die mit über 500 Pferden in 47 verschiedenen Prüfungen an den Start gehen.

Natürlich haben Corona- und aktuelle Kostenkrise Auswirkungen auch auf den Reitsport. Die zwei Jahre Pause haben manche Amateur-Reitsportler bewogen, ihre Sportpferde sogar zu verkaufen, andere haben ihre Stuten decken lassen, sich um ein Fohlen gekümmert. „Insgesamt sind die Starterzahlen überall gesunken, bei uns so etwa um 20 bis 30 Prozent“, sagt Matthias Barth. Es gebe sogar einige Turniere die mangels Starterzahlen abgesagt wurden. Dazu kommen weitere Kosten wie der gestiegene Dieselpreis. Auch die Zelte sind teurer geworden, die Toilettenwagen ebenso. Die Teuerung ist umfassend und hält vielleicht auch einige Reitsportler ab.

Für die Zuschauer wird es eine moderate Preiserhöhung geben. Der Eintritt am Sonntag und Montag (Sonnabend ist frei) kostet sechs Euro (Kinder zwei Euro). Die Karten gelten für beide Tage. „Wir sind unter den Turnierveranstaltern ja ein Dino – mit dem ländlichen Flair, das man so immer seltener findet. Wir können nach wie vor gute Bedingungen anbieten, wenn auch nicht ideale. Da geht der Trend hin zu ganz modernen, neuen Platzen auf Sand. Aber wir haben gute Rasenplätze und freuen uns jetzt auf tollen Sport und viele Besucher“, sagt Matthias Barth.

Zeitplan mit Höhepunkten

  • Sonnabend: Springplatz 9 bis 19.30 Uhr mit S*-Springen 15.55 Uhr, Dressurvierecke 9 bis 17.45 Uhr mit S*-Dressur 16 Uhr.
  • Sonntag: Springplatz 9 bis 18.20 Uhr mit Großem Schaubild 15.30 Uhr und S*-Springen 16 Uhr, Dressurvierecke 9 bis 17.30 Uhr mit S*-Dressur St. Georgs Spezial ab 12.40 Uhr, Fahrplatz 9 bis 14.30 Uhr.
  • Montag: Springplatz 9.45 bis 15.30 Uhr mit S**-Springen mit Siegerrunde 14.25 Uhr, Dressurvierecke 9 bis 15.20 Uhr mit S**-Dressur Intermediaire 13 Uhr.
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