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Waggonbauer fordern Klarheit über Zukunft für ihr Werk

In Niesky gehen die Proteste auch an diesem Dienstag weiter. Noch immer stehen belastbare Zusagen für den Standort in der Kleinstadt aus.

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Der Protest der Waggonbauer in Niesky hält an.
Der Protest der Waggonbauer in Niesky hält an. © André Schulze

Zur 24. Mahnwache treffen sich an diesem Dienstag Nieskyer Waggonbauer vor dem Tor ihres Werkes. Sie wollen erneut auf die Unklarheiten über die Zukunft ihres Industrieunternehmens aufmerksam machen. In dieser Woche ist die Aktion mit einer Fotoaktion unter dem Motto "Wir zeigen Gesicht - seit einem halben Jahr" verbunden.

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Die 250 Beschäftigten warten seit einem halben Jahr auf Antworten seitens des slowakischen Eigentümers, um Details über seine Strategie für den Standort Niesky zu erfahren. Das Unternehmen Tatravagonka hatte mit der Übernahme des Nieskyer Werkes 2018 eine fünfjährige Standort - und Beschäftigungsgarantie gegeben. Sie läuft am Ende des Jahres aus.

Zwar gibt es indirekt Zusagen, das Werk über diesen Zeitpunkt hinaus fortzuführen. Wie belastbar sie sind, ist aber unklar. Deswegen führen die Mitarbeiter ihren Protest in Form einer Mahnwache auch weiter, eine Besetzung des Werkes schlossen sie aber aus. Der Nieskyer Waggonbau ist der letzte Güterwagenhersteller in Deutschland.

Unterstützung erhalten die Mitarbeiter auch von anderen Gewerbetreibenden der Region. Eine große Plakataktion an 65 Standorten in Niesky unterstützt die Forderung nach der Zukunft für den Waggonbau.