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Nieskyer Stahlbauer ist ein Insider

Die neue Ausbildungsbroschüre wird an den Schulen verteilt. Über 100 Firmen suchen Lehrlinge.

© Jens Trenkler

Von Jens Trenkler

Niesky. Maximilian Stephan sitzt am Dienstag in seinem weißen Hemd im Beratungsraum des Stahl- und Brückenbaus in Niesky. Der 18-jährige Auszubildende ist in diesem Jahr das Gesicht des Titelblatts der Ausbildungsbroschüre Insider. Druckfrisch und voller interessanter Geschichten und dienbaren Fakten zur Ausbildung zeigt sich die nun bereits siebente Auflage des neuen Ausbildungsatlas des Kreises Görlitz, der an diesem Tag durch den Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Detlef Hamann, und dem Görlitzer Geschäftsstellenleiter der IHK, Frank Großmann, feierlich übergeben wurde.

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Über einhundert regionale Unternehmen von Zittau bis Weißwasser präsentieren sich und ihre Ausbildungsangebote in diesem Druckwerk mit einer Gesamtauflage von 6000 Stück. Zusätzlich gibt es viele nützliche Tipps zur Bewerbung und zum Berufseinstieg. Detlef Hamann sieht den Ausbildungskatalog als ein sehr wichtiges Instrument in der Vorbereitung auf die bevorstehende Berufsausbildung bei den jungen Menschen der Region. „Man muss heute das Glück nicht mehr in der Fremde suchen. Dennoch sei es für die einzelnen Unternehmen nicht immer leicht, die Jugendlichen für eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu begeistern. Gerade die duale Ausbildung mit Abitur, wie sie Maximilian gerade durchläuft, ist sehr zeitaufwendig und komplex.“

In diesen Tagen erhalten alle Schüler der Abgangsklassen im Landkreis Görlitz ihr persönliches Exemplar. Dazu gibt es Klassensätze für die jüngeren Jahrgangsstufen. In fast allen Schulen im Landkreis wird der Insider im Unterricht genutzt. Ergänzt wird die gedruckte Ausgabe durch das Online-Angebot im Internet. Dort finden die Schüler auf einen Blick, welche Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten, Praktikumsplätze, Ferienarbeit sowie Freiwilligendienste in der Region angeboten werden. Über einfache Filter- und Suchfunktionen können sie in Berufsfeldern, Ausbildungsberufen und Betrieben stöbern und sich Videos anschauen sowie die aktuell freien Ausbildungsstellen der Unternehmen anschauen.

Einmal mehr haben die über einhundert Ausbildungsbetriebe und Bildungseinrichtungen gezeigt, dass es sich lohnt hierzubleiben und in der Heimat beruflich durchzustarten, bekräftigt Frank Großmann. Die gleichnamige Fachmesse im Frühjahr dieses Jahres mit insgesamt 145 Ausbildungsbetrieben habe erneut gezeigt, welches Potenzial in der Region und im Landkreis Görlitz steckt. „Allein 38 Prozent der Aussteller bekamen vor Ort durch die interessierten Frauen und Männer eine Bewerbung überreicht. So konnte auch die Niederschlesische Sparkasse, die Bäckerei Schwerdtner und das in Jänkendorf ansässige Unternehmen Liftmanager auf der Suche nach einem Auszubildenden fündig werden.“ Auch 2018 wird es am 2. Juni diese Informationsmesse im Messe- und Veranstaltungspark Löbau geben.

Maximilian Stephan selbst bestreitet in Niesky seine Ausbildung zum Industriemechaniker und befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr. Der aus Nieder Neundorf stammende 18-Jährige hat in der Vergangenheit viel in der Werkstatt seines Vaters gebastelt und getüftelt. Das Abitur spielte bei der Wahl des Ausbildungsberufes immer wieder eine entscheidende Rolle. „Nur das Abitur zu machen, war mir einfach zu theoretisch. Etwas mit Holz wäre für mich persönlich auch infrage gekommen. Mit Metall habe man aber noch umfangreichere Möglichkeiten, kreativ zu werden“, sagt der junge Mann. Die duale Ausbildung, sprich das Abitur und die praktische Ausbildung, als Metaller ist so genau sein Ding, ergänzt er.

Sein großes Ziel ist es, später einmal als Diplomingenieur im Maschinenbau tätig zu sein. Allerdings sei das noch ein weiter Weg. Detlef Hamann ergänzt: Man habe in diesem Jahr bewusst einen praktischen Beruf als Titelfoto gewählt. „Es muss auch Berufe und Ausbildungsrichtungen geben, die manchmal laut sind und wo man sich die Hände schmutzig macht.“

Die Finanzierung der Broschüre erfolgt durch viele regionale Unternehmen, wie die Industrie- und Handelskammer Dresden, die Handwerkskammer Dresden, die Agentur für Arbeit Bautzen, den Landkreis Görlitz und das Jobcenter Landkreis Görlitz. Die redaktionelle Umsetzung erfolgte durch den Verein Lausitz Matrix und die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH.

www.insider-goerlitz.de