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Nieskyer Tornados stehen im Regionalliga-Finale

Die Berlin Blues haben es dem Favoriten aber schwerer als erwartet gemacht. Im Finale wartet ein alter Bekannter.

© H.-E. Friedrich

Von Frank Thümmler

Niesky. Als am Sonnabendabend die Schlusssirene im Nieskyer Stadion am Waldbad ertönte, war die Erleichterung förmlich zu spüren. Nach zwei Spielen gegen die Berlin Blues auf Messers Schneide ziehen die Tornados in das Finale der Regionalliga Ost ein. Zwei Siege waren dafür erforderlich. In Berlin gewannen die Nieskyer am Freitag mit 5:3, zu Hause hieß es einen Tag später 5:4. Die Nieskyer treffen jetzt im Finale auf den EHV Schönheide, der sich mit zwei relativ sicheren Siegen gegen Fass Berlin durchsetzte. Spieltermine der Best-of-Three-Serie sind der 17. März (18.30 Uhr in Niesky), 18. März (17 Uhr in Schönheide) und, falls nötig, der 25. März (17.30 Uhr in Niesky).

Dass es im Heimspiel am Sonnabend so knapp werden könnte, war nach dem ersten Drittel nicht abzusehen. Da führten die Tornados mit 3:0. Die Nieskyer setzten die Gäste von Beginn an unter Druck. Letztlich resultierte daraus auch das 1:0 durch Vatter, der Richtung Tor schoss. Der Puck landete, abgefälscht von einem Berliner, im Netz. Das 2:0 war dann schön herausgespielt. Kuhlee nahm den Puck nach einem Querpass auf, zog nach innen, umspielte den Torwart und legte die Scheibe zum 2:0 ins Netz. Das 3:0 erzielte Greulich mit einem seiner typischen Schüsse von der Blauen Linie, der Puck fand seinen Weg durch Freund und Feind hindurch ins Tor. Da waren gerade einmal 14 Minuten gespielt, und der Berliner Torwart verließ entnervt das Eis. Bei den Nieskyern schien sich der Gedanke festgesetzt zu haben, dass dieses Spiel im Sack sei.

Tornado-Trainer Jens Schwabe warnte zwar noch in der Drittelpause, aber seine Worte schienen in den Köpfen nicht angekommen zu sein. Jedenfalls nutzten die Gäste zwei Abstimmungsfehler der Nieskyer zu zwei Toren binnen 40 Sekunden und verkürzten auf 3:2 (26.). Schwabe nahm eine Auszeit. Fortan spielte Niesky konzentrierter, aber plötzlich war eine Last auf den Schultern. Für etwas Erleichterung sorgte schließlich Riedel, der nach einem Querpass von Noach direkt abzog, den Puck gar nicht richtig traf, aber trotzdem zum 4:2 versenkte. Als dann Tristan Schwarz mit einer tollen Einzelleistung – er erkämpfte sich in der Ecke den Puck, zog vors Tor und spielte den Torwart aus – das 5:2 (47.) erzielte, schien alles wieder in den richtigen Bahnen zu verlaufen. Aber es wurde noch einmal eng: Die Berliner kamen durch einen verdeckten Schuss durch die Beine und einen erneut am langen Pfosten „vergessenen“ Spieler gut fünf Minuten vor Schluss zum 5:4. Danach wurde es eine Zitterpartie. Die Berliner nahmen mehrfach den Torwart vom Eis, die Nieskyer verpassten das Empty-Net-Goal und mussten so bis zur Schluss-Sirene bangen.

Am Freitag war das schon so ähnlich, nur dass Greulich da in der Schlussminute mit einem Befreiungsschlag das leere Tor zum 5:3 getroffen hatte. Da waren die Berliner im ersten Drittel mit 2:1 in Führung gegangen, die Nieskyer hatten das Spiel durch Tore von Brill, Pohling und Schwarz mühsam zum 2:4 gedreht. Aber ein Treffer der Berliner zum 3:4 acht Minuten vor Schluss hatte noch einmal für Sorgenfalten gesorgt. Im Finale gegen Schönheide muss eine Leistungssteigerung für den Titel her.

Tornado Niesky – Berlin Blues 5:4 (3:0, 1:2, 1:2)

Tore: 1:0 Vatter (11., Assist: Riedel), 2:0 Kuhlee (13., Brill, Noack), 3:0 Greulich (15., Rösler, Wimmer), 3:1 (25.), 3:2 (26.), 4:2 Riedel (40., Noack), 5:2 Schwarz, (47,. Rentsch), 5:3 (54.), 5:4 (55.), Strafen: Niesky 6, Berlin 16, Zuschauer: 430

Berlin Blues – Tornado Niesky 3:5 (2:1, 0:2, 1:2)

Tore: 1:0 (13.), 1:1 Bartlick (16., Assist: Kuhlee, Brill), 2:1 (20.), 2:2 Brill (25., Noack, Kuhlee), 2:3 Pohling (37., Becher, Rösler), 2:4 Schwarz (43., Wimmer), 3:4 (52.), 3:5 Greulich (60., Empty Net, Schröder), , Strafen: Berlin 10, Niesky 14

Osterüberraschung