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Nieskyer Tornados verlieren erstes Pokalfinale

Trainer Jens Schwabe ist aber nach dem 2:3 gegen die EG Diez-Limburg für das Rückspiel optimistisch.

© H.-E. Friedrich

Von Frank Thümmler

Es soll das Sahnehäubchen auf eine starke Saison der Nieskyer Tornados werden. Gut eine Woche nach der gewonnenen Regionalliga-Meisterschaft haben die Nieskyer die Chance auf das Double mit dem Nordpokal. Das erste Finalspiel am Ostermontag ging allerdings mit 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) verloren. Die Nieskyer müssen jetzt das Rückspiel am kommenden Sonnabend in Limburg mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um den Pott zu holen. Bei einem Sieg mit einem Tor Unterschied würde es eine Verlängerung geben. Tornado-Trainer Jens Schwabe traut das seiner Mannschaft zu, „wenn wir mit voller Kapelle, also drei Reihen, nach Limburg fahren und unser Leistungspotenzial abrufen.“

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Dass da nötig sein wird, davon konnten sich über 600 Zuschauer am Montagnachmittag beim letzten Saisonspiel im Nieskyer Eisstadion überzeugen (Das Eis wird jetzt abgetaut.) Die Gäste – mit dem Deutsch-Russen Konstantin Firsanov (DEL in Nürnberg, DEL 2 unter anderem in Bremerhaven und Crimmitschau), den Kanadiern Matt Fischer und Joey Davis (in der Meisterschaft jeweils über drei Scorerpunkte pro Spiel) in ihren Reihen – machten im ersten Drittel unheimlich viel Druck. Vor allem die aggressive Spielweise der Gäste mit stetigem Attackieren des puckführenden Spielers machte den Tornados, die das aus ihrer Liga so nicht gewohnt sind, schwer zu schaffen. Die Gäste, die ihre Saison als Vizemeister der Regionalliga West beendet haben, kamen zu mehreren guten Torchancen. Aber die Nieskyer Torfrau Ivonne Schröder heilt ihr Team mit klasse Paraden im Spiel, wehrte alle Versuche der Gäste ab. Und kurz vor Ende des ersten Drittels stellte eine einzige Aktion den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf. Chris Neumann erkämpfte sich den Puck im gegnerischen Drittel, sah den freien Jörg Pohling, der wiederum uneigennützig auf Christian Rösler ablegte, der zum 1:0 ins leere Tor einscheiben konnte. Es wäre fast noch besser aus Nieskyer Sicht gekommen. Mit der letzten Aktion des Drittels hatten die Tornados einen 2:1-Konter, aber Robert Bartlick traf den Puck nicht richtig.

Im Mitteldrittel kamen die Nieskyer eigentlich etwas besser ins Spiel, verloren es aber 0:2. Hauptgrund war das nicht funktionierende Überzahlspiel, obwohl es gleich mehrer Gelegenheiten gab. „Da hat man gemerkt, dass wir das wegen zu geringer Trainingsbeteiligung nicht trainieren konnten“, sagte Schwabe. Unter anderem kassierte Firsanov bei den Gästen eine Spieldauerstrafe und dürfte deshalb im Rückspiel fehlen. Kurz zuvor war er allerdings bei einem Abpraller nach einem Torschuss zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Bei einer 4:3-Überzahl schafften die Gäste dann auch das 1:2.

Das Schlussdrittel begann mit dem Nieskyer Ausgleich durch Philipp Riedel, der in einen Fehler der Gäste nutzte, sich den Puck an deren Blauer Linie schnappte, allein Richtung Tor lief und die Scheibe versenkte (41.). Wenig später aber machte der Nieskyer im eigenen Drittel den entscheidenden Fehler, verlor den Puck, was die Gäste mit einem schnellen Pass vor das Tor und dem Treffer zum 2:3 ausnutzten. Der erneute Ausgleich gelang den Nieskyern trotz viel Überzahl in der Schlussphase nicht. Trainer Jens Schwabe verzichtete wegen des speziellen Modus (praktisch wird in Limburg beim Endstand von Niesky weitergespielt) auch darauf, in der Schlussphase seine Torfrau vom Eis zu nehmen. „Wir fahren am Sonnabend dorthin, um den Pokal nach Niesky zu holen und werden dafür unter der Woche auch noch zweimal in Weißwasser trainieren.“ Es gibt einen Fanbus. Infos dazu stehen auf:

www.eislaufverein-niesky.de.