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Nimmt Nowitzki Abschied?

Der Basketballprofi geht am 10. April in Urlaub. Es könnte auch ein endgültiger Abgang bei den Dallas Mavericks sein.

© dpa

Von Uli Schember

Es ging nichts zusammen, was immer Dirk Nowitzki auch versuchte. „Sie haben mir heute Abend freigegeben“, scherzte der NBA-Superstar nach seiner ganz und gar unglücklichen Vorstellung gegen Memphis, die Dallas Mavericks gewannen auch so 114:80. Mit den Play-offs wird es aber wie im Vorjahr nichts, das steht trotz des Erfolges über die schwachen Grizzlies rechnerisch bereits fest.

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„Sein Verlust trifft mich schwer“

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Nowitzki hat bald länger frei, am 10. April läuft der Würzburger im Heimspiel gegen die Phoenix Suns zum vorerst letzten Mal für den Meister von 2011 auf. Ob er in seine 21. Saison in der Basketball-Profiliga geht oder aufhört, ist noch offen – der 39-Jährige hatte in den vergangenen Wochen angedeutet, seine Karriere fortsetzen zu wollen. „Im Moment sieht es danach aus, als würde er ein weiteres Jahr spielen“, sagte Trainer Rick Carlisle am Sonnabend. „Ich unterstütze zu 100 Prozent, dass er weitermacht. Du willst einen solchen Jungen nicht verlieren.“ Etwas skeptisch ist der Headcoach aber schon: „Wir werden sehen.“

Wie wertvoll Nowitzki für Dallas rein sportlich sein kann, zeigte er im Kellerduell gegen das Schlusslicht allerdings nicht. Neun Würfe, ein Treffer, es gelang wenig. Carlisle ließ seinen Routinier im letzten Viertel auf der Bank, insgesamt spielte Nowitzki 15 Minuten und kam dabei auf lediglich zwei Punkte.

„Abgesehen von Dirk haben alle ihren Job gemacht“, sagte Mitspieler J.J. Barea, natürlich mit einem Augenzwinkern. „Ich glaube, er wird morgen wieder voll da sein.“ In der Nacht zum Montag kommen die Houston Rockets, der texanische Rivale ist derzeit mit 51 Siegen und 14 Niederlagen das beste Team der Liga. Es ist klar, dass Nowitzki nicht die Lust auf Erfolge zum Weitermachen treibt. Dallas wird auch in der Saison 2018/19 nicht oben mitspielen, der Altstar spielt einfach nach wie vor gern Basketball.

Nowitzki bewegt sich schon länger schwerfällig, werfen kann der Familienvater immer noch. Zuletzt hat er die 31 000er-Grenze geknackt, im Schnitt kommt er pro Spiel auf 12,4 Punkte und ist damit in seinem Team die Nummer vier. Seine Quote von der Dreierlinie kann sich mit 43,9 Prozent sehen lassen, es ist die beste seiner Laufbahn und auch die beste, die jemals einem 39-Jährigen in der NBA gelungen ist. „Es gibt Phasen, da läuft alles komisch“, sagte Nowitzki. „Es geht auf und ab, das ist normal. Zuletzt hatte ich ein gutes Händchen.“

(sid)

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