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Politik

Anzeige nimmt Trump auf die Schippe

Der Komiker Noah bietet in Zeitungen Anwaltshilfe bei "Mega-Korruption", "zwielichtigem Steuerkram reicher Typen" oder für eine Justizbehinderung an.

Trevor Noah hat den US-Präsidenten mit einer großen Anzeige in Zeitungen auf die Schippe genommen.
Trevor Noah hat den US-Präsidenten mit einer großen Anzeige in Zeitungen auf die Schippe genommen. © Brent N. Clarke/Invision/AP/dpa

Washington. Mit einer ganzseitigen Zeitungsanzeige für eine vermeintliche Anwaltskanzlei hat der Moderator der amerikanischen "Daily Show", Trevor Noah, US-Präsident Donald Trump auf die Schippe genommen. In der Anzeige der "Präsidenten-Anwälte Trevor Noah & Partner & Söhne" hieß es am Donnerstag (Ortszeit): "Sind Sie ein baldiger Ex-Präsident? Kurz vor dem Verlust der Immunität? Ist Ihr Anwalt im Gefängnis? Rufen Sie die sehr feinen Leute an, die auf Ihrer Seite sind." Die vermeintliche Werbung erschien am letzten Tag des Parteitags der Republikaner in der "New York Times" und in anderen Zeitungen.

Trumps früherer Anwalt Michael Cohen war im Dezember 2018 unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei ging es auch um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag Trumps ausgeführt hatte. In der Anzeige versprechen die angeblichen Anwälte um Noah, Mandanten unter anderem gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Korruption, mit "Mega-Korruption", mit "zwielichtigem Steuerkram reicher Typen" und mit Justizbehinderung zu verteidigen.

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Die ganzseitige Anzeige.
Die ganzseitige Anzeige. ©  Screenshot SZ

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Wer die in der Anzeige angegebene Telefonnummer wählt, hört eine automatische Ansage: "Wenn Sie der Präsident der Vereinigten Staaten sind, drücken oder sagen sie eins. Wenn Sie nicht der Präsident der Vereinigten Staaten sind, drücken oder sagen sie zwei." Unter der ersten Option bietet Noah dem Präsidenten an, ihn und Mitglieder seiner Familie für zehn Millionen Dollar nach Uganda zu bringen, weil das Land kein Auslieferungsabkommen mit den USA habe. Bei der zweiten Option werden Anrufer beglückwünscht, dass sie nicht der Präsident sind - und zur Stimmabgabe bei der Wahl am 3. November aufgefordert. (dpa) 

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