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Noch größerer Verlust bei Dresdner Kliniken

Die Krankenhäuser Neustadt und Friedrichstadt haben 2018 mehr als 11 Millionen Euro minus gemacht. Nun soll es aber aufwärts gehen. 

Die städtischen Krankenhäuser Dresdens haben einen Millionenverlust bilanziert. © Sven Ellger

Die Realität hat die negative Prognose noch einmal getoppt. Wie das städtische Klinikum Dresden jetzt mitgeteilt hat, beläuft sich der Verlust für das vergangene Geschäftsjahr auf insgesamt 11,3 Millionen Euro. Das ergibt sich aus dem gerade fertiggestellten Jahresabschluss. 

Im Herbst waren im Wirtschaftsplan noch 9,8 Millionen Euro minus prognostiziert worden. Als Gründe für den großen Verlust hatte der kaufmännische Direktor Jürgen Richter im Interview mit der Sächsischen Zeitung fehlendes Personal, zu geringe Fallzahlen und damit zu niedrige Erträge sowie eine neue Entgeltordnung angegeben.

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Nun soll die Produktivität der beiden Kliniken Neustadt und Friedrichstadt gesteigert werden. Direktor Jürgen Richter will sich auf die medizinischen Stärken des jeweiligen Standorts fokussieren. Der Start ins Jahr 2019 ist laut Sprecherin Viviane Piffczyk positiv verlaufen. „Die Ergebnisse im Januar sind höher als in beiden Jahren zuvor. Neue Angebote und eine bessere Infrastruktur stärken die Versorgung der Menschen in Dresden und der Region“, sagt Piffczyk. Dazu zählt sie zum Beispiel auch die Versorgung von Patienten mit Nierenerkrankungen am Klinikum Neustadt oder das Fachwissen im Bereich der Radiologie, was die Ärzte mittels Telemedizin mit anderen Kliniken in Ostsachsen teilen. 

Der Weg für das Städtische Klinikum ist trotz positiver Ansätze schwierig. Für dieses Jahr geht der Wirtschaftsplan von einem Verlust von rund 4,7 Millionen Euro aus.