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Noch mehr Tempo 30

Pirna drosselt auf weiteren Stellen die Geschwindigkeit. Die Langsamfahrstrecken dienen einem ganz bestimmten Zweck.

© Symbolbild/dpa

Von Thomas Möckel

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Pirna. Die Stadt weitet die Tempo-30-Bereiche im Stadtgebiet aus, um vor allem die Sicherheit für Fußgänger vor Kindertagesstätten und Schulen zu verbessern. Neu hinzu kommen jetzt Langsamfahrstrecken in Copitz und Zehista. So drosselt das Rathaus nun die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich der Fährstraße, des Hauptplatzes sowie des Oberen Platzes. Die Stadt begründet diesen Schritt hauptsächlich damit, dass die Kindertagesstätte „Spieloase“ an die Fährstraße grenzt. Vor allem morgens und nachmittags halten auf der Trasse vor der Kita viele Autos zum Ein- und Aussteigen. Die Regelung soll dafür sorgen, dass Eltern und Kinder die Straße weniger gefährlich überqueren können. Für den Tempo-30-Bereich spricht aus Sicht der Stadt zudem die unübersichtliche Einmündung der Quergasse am Oberen Platz sowie die Engstelle in Richtung Posta, an der die zulässige Geschwindigkeit schon auf 30 Stundenkilometer reduziert ist. Ein Stückchen weiter sind gleich mehrere Trassen von der Neuregelung betroffen. Östlich der Hauptstraße im Bereich Schulstraße, Schillerstraße, Dammstraße, Niederleite und Quergasse wird gleich eine ganze Tempo-30-Zone eingerichtet. Grundlage dafür sei nach Auskunft des Rathauses die Vorgabe des städtischen Verkehrsentwicklungsplanes 2030, der für das Wohngebiet einen besseren Schutz vorsieht. Und diese Langsamfahrstrecke erfüllt gleich noch einen anderen Zweck: Der Schulweg zur Pestalozzi-Oberschule, die derzeit saniert und für zusätzliche Schüler erweitert wird, soll damit sicherer werden.

Darüber hinaus verbessert sich die Schulwegsituation an der Grundschule Zehista. So wird der Tempo-30-Bereich auf der Liebstädter Straße stadtauswärts bis zur nächsten Bushaltestelle ausgedehnt.

Die neuen Langsamfahrstrecken basieren darauf, dass der Bund 2017 die Straßenverkehrsordnung modifizierte. Das Regelwerk eröffnet nun Gemeinden neue Spielräume, die Sicherheit von Fußgängern, speziell an Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheimen sowie an Krankenhäusern zu verbessern. Die Kommunen dürfen auf Trassen vor diesen Einrichtungen jetzt ohne besondere Begründung und unabhängig von der jeweiligen Straßen-Klassifizierung Tempo-30-Strecken ausweisen, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. So dürfen an diesen Stellen zum Beispiel noch keine anderen Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sein.

Angesichts der Neuregelung ließ Pirna schon vor geraumer Zeit sämtliche in Frage kommenden neuralgischen Punkte untersuchen. Das Ergebnis war eine mit der Polizei abgestimmte Liste, an welchen Stellen eine reduzierte Geschwindigkeit möglich ist – und wo nicht. Insgesamt nahm das Rathaus neun Stellen unter die Lupe. Eine erste zusätzliche Tempo-30-Strecke richtete die Stadt vor dem evangelischen Schulzentrum an der Rottwerndorfer Straße ein, nun folgen die Grundschule Zehista, die Kita Spieloase und die Pestalozzi-Oberschule.

Die Lessing-Grundschule, die Gauß-Oberschule, das Herder-Gymnasium, das Seniorenzentrum an der Einsteinstraße sowie das Pirnaer Klinikum schieden hingegen für neue Langsamfahrstrecken aus – weil es in deren Nähe beispielsweise schon Fußgängerüberwege oder Geländer an den Gehwegen gibt.

Unabhängig davon hat das Rathaus schon zugesagt, auch weitere Hinweise auf gefährliche Stellen zu prüfen und möglicherweise auch an jenen Bereichen das Tempo zu drosseln, falls die Voraussetzungen passen.