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Weißwasser

Noch mehr Theater im Neuen Schloss

Das Görlitzer Ensemble bereichert den „Muskauer Kulturwinter“ mit Kammerspiel und Tanz für die ganze Familie.

Philipp Bormann, persönlicher Referent des Generalintendanten des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau, freut sich über die Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau im „Muskauer Kulturwinter“.
Philipp Bormann, persönlicher Referent des Generalintendanten des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau, freut sich über die Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau im „Muskauer Kulturwinter“. © Joachim Rehle

Kultur macht den Muskauer Park auch im Winter attraktiv. Unter dieser Maßgabe war im Februar vorigen Jahres die „Winterbühne“ im Neuen Schloss Bad Muskau gestartet. Die erlebt 2020 eine Neuauflage. Aber nicht nur das. Die „Winterbühne“ in Kooperation mit der Tristan Production Management UG Dresden und der Serkowitzer Volksoper (Tageblatt berichtete) erfährt im Rahmen des „Muskauer Kulturwinters“ eine Ergänzung. In Gestalt eines Kammerspiels und eines Tanzstücks, beides Aufführungen des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau. Schon 2019 hatten die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau und das Görlitzer Theater im Rahmen des internationalen Straßentheaterfestivals „ViaThea“ erfolgreich zusammengearbeitet. Jetzt soll „das Unterhaltungsangebot für die kulturbedürftigen Wintermonate erweitert werden“, wie es Philipp Bormann, Referent des Generalintendanten des Görlitzer Theaters, bei der Präsentation der Stücke in Bad Muskau erklärte. In Görlitz waren die Vorstellungen „Liebesgrüße aus Muskau“ und „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ stets ausverkauft. Mit seinen Gastspielen „vervollständigt das Theaterensemble das abwechslungsreiche Programm des Muskauer Kulturwinters um weitere hochwertige Theaternachmittage und -abende für Jung und Alt“, hieß es.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Auf Pücklers Liebesspuren

Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Abenteurer, Weltreisender und Gartenkünstler, war auch ein großer Frauenheld. Viele Geschichten rund um Liebe und Verführung durchziehen sein Leben wie ein roter Faden. Denen ist Archivar und Regionalforscher Strubbel auf der Spur und wittert dabei eine Sensation. Denn der Fürst soll gar die Scheidung von seiner Frau Lucie inszeniert haben, um durch eine weitere Heirat in England eine Mitgift zur Deckung seiner Schulden zu erlangen und danach mit beiden Frauen in einer „Ehe zu Dritt“ zu leben. Ganz zu schweigen von der geheimnisumwitterten Beziehung zu Machbuba. Verbirgt sich in Pücklers Biografie etwa das Rezept für die ewige Liebe? Strubbel jedenfalls sieht Pückler in einer Reihe mit Liebeshelden wie Casanova oder James Bond. In einem Ratgeber für die perfekte Beziehung fasst er seine Erkenntnisse zusammen – und hofft auf den Ruhm als Bestsellerautor.

In dem Historienkammerspiel „Liebesgrüße aus Muskau“ darf sich das Publikum auf eine Vielzahl gut gemeinter Ratschläge und überraschender Wendungen freuen. Wie Philipp Bormann ankündigte, erklingen dabei natürlich auch „die schönsten Liebeslieder der letzten 250 Jahre“.

Tragisches Märchen vertanzt

Hans Christian Andersens Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ konfrontiert mit einem nicht nur in Großstädten durchaus alltäglichen Schicksal – dem eines sehr verarmten und womöglich obdachlosen Kindes. Ein Schicksal, welches auch im ökonomisch und sozial so sicher wirkenden Deutschland existiert. Tragische Märchen wie dieses spiegeln die Wirklichkeit und die scheinbar ganz alltäglichen Probleme in unserem Leben wider, oft mehr als Geschichten mit Happy End. Aus Sicht des Görlitzer Theaters stellt gerade dieses Märchen auch „ein leidenschaftliches Plädoyer für das Träumen von einem besseren Leben dar, verbunden mit dem Streben danach als Antrieb für Kinder mit finanziell schwächerem Hintergrund.“

Der „Muskauer Kulturwinter“ schließt neben den drei Vorstellungen des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau zwei Musik- und zwei Puppentheatervorstellungen der Serkowitzer Volksoper vom 7. bis 9. Februar ein. Und am 15. Februar wird ab 18 Uhr das „Winterlichtfest“ gefeiert.

Görlitzer Vorstellungen

Samstag, 25. Januar, 19.30 Uhr: „Liebesgrüße aus Muskau“ mit Liedern über die Liebe und das Geheimnis der schönsten Sache der Welt

 Sonntag, 2. Februar, 15 Uhr: „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“, Tanzstück ab 6 Jahre

Sonntag, 23. Februar, 19.30 Uhr: Wiederholung „Liebesgrüße aus Muskau“

Tickets gibt es in der Tourist-Information Bad Muskau, im Theater Görlitz und im Internet.