merken

Dresden

Noch viel Potenzial bei Solaranlagen

Die Verwaltung will städtische Dächer bestücken. Externe Betreiber zahlen dafür auch ein klein wenig Miete. 

© Symbolfoto: dpa

Zur allgemeinen Strategie Dresdens, den CO2-Ausstoß zu verringern, gehört auch die Idee von Fotovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden. Bei Neubauten und Sanierungen werden künftig immer Solaranlagen errichtet, wenn das möglich ist. Nach Auskunft von Baubürgermeister Raoul-Schmidt Lamontain (Grüne) gibt es bisher 27 solcher Anlagen auf kommunalen Gebäuden. Zuletzt ging Anfang des Jahres eine neue Anlage auf dem Dach der Kita an der Wurzener Straße 19 in Betrieb.

In diesem Jahr hat die Verwaltung bisher fünf neue Flächen für externe Betreiber ausgeschrieben. Diese befinden sich auf den Dächern von drei Grundschulen sowie zwei Kindertagesstätten. Insgesamt gab es drei Bewerber. Die Drewag erhielt den Zuschlag für drei Dächer, die Energiegenossenschaft Neue Energien Ostsachsen für zwei Dächer. Für alle fünf Dächer zusammen erhält die Stadtverwaltung jährlich ein Nutzungsentgelt von 1730 Euro.

Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Die Verwaltung selbst sieht noch viel Potenzial auf weiteren städtischen Gebäuden. Allerdings sei immer eine gründliche Detailprüfung nötig. Denn die Dachstatik muss dem zusätzlichen Gewicht durch die Solaranlagen gewachsen sein. Außerdem sollte die Dachabdichtung relativ neu sein und möglichst die nächsten 20 Jahre ohne Reparaturen auskommen. Zudem müssen Sicherheitsfragen, der Brandschutz, der Denkmalschutz und städtebauliche Fragen betrachtet werden.

Auch wenn die Verfahren langwierig sind, führt an ihnen kein Weg vorbei. Denn die Stadt Dresden hat sich mit ihrer Mitgliedschaft im Klima-Bündnis zum Klimaschutz verpflichtet. Alle fünf Jahre sollen die spezifischen Treibhausgasemissionen demnach um mindestens zehn Prozent reduziert werden. Das kann nur durch den Einsatz erneuerbarer Energien gelingen. Da Windkraftanlagen auf dem Stadtgebiet laut einem Beschluss ausgeschlossen sind, müssen noch mehr Fotovoltaikanlagen entstehen.