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Nötigungs-Prozess geht in die nächste Runde

Zwei Polizisten sollen einen Randalierer unangemessen behandelt haben. Den will das Zittauer Amtsgericht heute anhören, nachdem er beim jüngsten Termin fehlte.

Das Amtsgericht Zittau verhandelt heute weiter darüber, ob zwei Polizisten bei einer Festnahme zu weit gegangen sind. © Matthias Weber

Zwei junge Streifenpolizisten des Zittauer Reviers müssen sich diesen Mittwoch erneut vor dem hiesigen Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen zuerst Körperverletzung im Amt vor, aber inzwischen sind sie wegen versuchter Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Nötigung angeklagt. 

Was war geschehen? In einer Aprilnacht des Jahres 2017 wurden die beiden Angeklagten zu einer Sachbeschädigung auf den Zittauer Rathausplatz gerufen. Sie konnten den Täter zwar stellen, doch ihm gelang die Flucht. Als sie den alkoholisierten und äußerst aggressiven Mann erneut stellen konnten und zu Boden drückten, zog sich dieser einen komplizierten Armbruch zu (SZ berichtete).

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Beim nun anberaumten zweiten Verhandlungstag sollen weitere Zeugen, vor allem auch der damals Geschädigte und jetzige Kläger, gehört werden. Letzterer hatte sich unmittelbar vor Beginn der ersten Hauptverhandlung als „nicht verhandlungsfähig“ beim Gericht entschuldigt. Das Verlesen seiner Aussage bei der polizeilichen Vernehmung hatten die beiden Verteidiger abgelehnt und darauf verwiesen, dass die persönliche Aussage zur endgültigen Klärung unabdingbar sei. Bei einer Verurteilung drohe ihren beiden Mandanten zudem noch ein Disziplinarverfahren. Da müsse man auf lückenloser Aufklärung bestehen.

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