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Noroviren in Pulsnitzer Klinik

Die Leitung der Schlossklinik bestätigt die Verdachtsfälle. In der betroffenen Station wurden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

© Archivfoto: Matthias Schumann

Pulsnitz. In der Pulsnitzer Helios Schlossklinik hat es einen Ausbruch des meldepflichtigen Norovirus gegeben. Angehörige von Patienten berichteten am Dienstag gegenüber der SZ, dass Besucher „teilweise zu Angehörigen nur in Schutzanzug samt Mundschutz“ kommen und beklagten, dass darüber nichts berichtet wird.

Die Klinik bestätigte jetzt auf Nachfrage der SZ, es habe Ende der Vorwoche auf Station 3 (Weiterführende Rehabilitation) Noroviren-Verdachtsfälle gegeben, so Kliniksprecher Patrick Kallweit. Auf der Station liegen unter anderem Schlaganfallpatienten. Patrick Kallweit: „Als Reaktion darauf wurde entsprechend den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts sowie unseres internen Ausbruchsmanagements gehandelt.“ Zu den Vorsichtsmaßnahmen und Standards gehöre es, dass die Angehörigen beim Besuch einen Kittel und Mundschutz tragen. Außerdem sei auf die Handhygiene zu achten. Die Station wurde zudem als Durchgang für den Publikumsverkehr zu angrenzenden Abteilungen gesperrt. So wurden Besucher über andere Bereiche der Klinik umgeleitet.

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Das Ausbruchsmanagement habe sich bewehrt, um die Ausbreitung der Krankheit konsequent einzudämmen, so Kallweit. Inzwischen könne wieder Entwarnung gegeben werden. „Die Station ist wieder gänzlich zum Durchgang geöffnet, da es keine Noro-Neuerkrankungen gibt“, so Patrick Kallweit. Es habe zwei bestätigten Erkrankungen gegeben und neun Verdachtsfälle, die sich jedoch nicht erhärteten. Alle betroffenen Patienten seien auf dem Weg der Besserung. Eine übermäßige Gefahr für die Verbreitung des Virus habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Solche Fälle seien saisonal nicht nur typisch für Kliniken, sondern auch darüber hinaus. (SZ)