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Meißen

Nossener Projekt lädt zum Budenbauen ein

Die Teilnehmer erhalten bis zu 500 Euro Zuschuss. Die fertigen Stände sollen der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung stehen.

Das Logo des Wettbewerbs.
Das Logo des Wettbewerbs. © Kulturprojekt „Land und Kultur gestalten“

Nossen. Es ist ein Wettbewerb, den es in dieser Form wahrscheinlich selten gibt: Bis zu zehn Teilnehmergruppen aus Käbschütztal, Klipphausen, Lommatzsch, Nossen und den jeweiligen Ortsteilen bauen bis zum 11. Oktober das, was sie für die schönste Marktbude halten. Dann entscheiden eine Jury und die Besucher beim Markt der Möglichkeiten am 12. Oktober auf dem Dorfplatz vor dem Rittergut in Raußlitz, welche diesen Titel tatsächlich verdient hat. Dort kommen die Stände bereits zum ersten Mal zum Einsatz. Die Bauteams erhalten im Vorfeld bis zu 500 Euro Material- beziehungsweise Baukostenzuschuss.

Einen Preis für die schönste Bude gibt es jedoch nicht, sagt Kathrin Dobiéy, es gehe vor allem um die Ehre. „Aber vielleicht lassen wir uns bis dahin auch noch etwas Witziges einfallen.“ Dobiéy steckt zusammen mit ihrem Mann Dirk und einer Handvoll anderer hinter dem Nossener Kulturprojekt „Land und Kultur gestalten“, das den Wettbewerb ins Leben gerufen hat. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit knapp 100.000 Euro gefördert. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Kreativität in der Region Nossen und im ländlichen Raum sichtbar zu machen und Menschen zu vernetzen, um gemeinsam Angebote für die Bevölkerung zu entwickeln – vom Marmelade einkochen bis zum Chor.

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Die Idee mit den Buden wurde schon im Projektantrag erwähnt. Sie sollten dem „Markt der Möglichkeiten“ dienen, auf dem keine Waren oder Dienstleistungen angeboten werden, sondern kreative Tätigkeiten gezeigt oder Workshops abgehalten werden sollen. Entsprechend soll auch am 12. Oktober in ihnen nichts verkauft werden. „Es geht eher um das Zeigen und ein Mitmachangebot“, so Kathrin Dobiéy.

Die Buden verbleiben danach im Besitz ihrer Bauer, die Organisatoren des Wettbewerbs hoffen jedoch, sie für weitere Märkte nutzen zu dürfen. „Alle Stände sollen nach ihrer Fertigstellung der Bevölkerung bzw. den Einrichtungen der Region für ihre Veranstaltungen zur Verfügung stehen und können dauerhaft kostenfrei genutzt werden“, heißt es in der Ausschreibung.

Die Buden sollten eine Grundfläche von etwa sechs Quadratmetern haben und eine Höhe von mindestens zwei Metern, einen Eingang, eine stabile Theke nach innen und außen, Stromanschluss sowie künstliche Beleuchtung. Außerdem müssen sie leicht auf- und abbaubar und transportabel sein. Teilnehmer können sich noch bis zum 30. Juni anmelden, am 1. Juli werden sie informiert, ob sie ausgewählt wurden. Am 4. Juli findet um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung im Rittergut in Raußlitz statt. Danach beginnt die Bauphase. Eine konkrete Bewerbung gebe es bereits. Dobiéy: „Aber das Interesse ist da.“

Anmeldung per E-Mail  oder im Internet  

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