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Bautzen

Notarzteinsatz am Gericht

Ein Angeklagter soll um sich geschlagen haben. Weil er sich nicht beruhigen ließ, musste ein Rettungswagen zum Bautzener Amtsgericht kommen.

Der Rettungsdienst musste am Donnerstag zum Bautzener Amtsgericht ausrücken.
Der Rettungsdienst musste am Donnerstag zum Bautzener Amtsgericht ausrücken. © Foto: Lausitznews

Bautzen. Am Donnerstagmittag hat es einen Notarzteinsatz am Bautzener Amtsgericht gegeben. Ein Angeklagter sei dem Gericht zufolge außer sich geraten. Er habe getobt und versucht, das Fenster zu öffnen. Wachtmeister hielten den Mann davon ab, zu springen. Daraufhin soll er um sich geschlagen haben. Weil er sich nicht beruhigen ließ und die Gefahr bestand, der Mann würde sich aus dem Fenster stürzen, rief das Gericht einen Notarzt.

Dem Mann wird räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Weil der Mann aus dem nicht-europäischen Ausland stammt und möglicherweise Fluchtgefahr bestand, wurde vor wenigen Tagen ein Haftbefehl erlassen – der Libyer befand sich deshalb in Untersuchungshaft. Im Gericht sollte er am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Ende des Termins sei der Mann dann aber laut geworden. Der Richter habe angeordnet, ihm Handschellen anlegen zu lassen. Daraufhin habe sich der Mann losgerissen und sei zum Fenster gestürzt. Der Notarzt habe ihn beruhigen können, erklärte Amtsgerichtsdirektor Markus Kadenbach am Nachmittag. Der Mann befinde sich nun wieder in der Justizvollzugsanstalt. (SZ/the)

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