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Notfallübung bei der Sparkasse

In drei Stunden wurde die Hochwasserschutzwand aufgebaut. Auch im Rathaus wird man das bald üben.

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© Jens Hoyer

Von Jens Hoyer

Döbeln. Die Besucher des Wochenmarktes werden sich gestern verwundert die Augen gerieben haben. Die Fassade der Sparkasse war brusthoch hinter einer silbernen Wand verschwunden. Im Morgen hatte Mitarbeiter der Firma Schaaf Elektro die Dammbalten aus Aluminium auf Wagen herbeigeschafft und sie in die Halterungen vor den Fenstern und Türen geschoben. Nicht wegen der Hochwassergefahr, sondern, um nicht aus der Übung zu kommen.

Erst ein Mal wurde im vergangenen Jahr die komplette Schutzanlage aufgebaut. „Das war jetzt die erste richtige Notfallübung“, sagte Kati Dugas von der Abteilung Vertriebsmanagement der Sparkasse. Drei Stunden habe die Helfer gebraucht, um die 300 Meter lange und 1,20 Meter hohe Bohlenwand aufzubauen. Auch die Anlage in der Tiefgarage der Sparkasse wurde getestet. Der Keller kann geflutet werden, um ein Aufschwimmen durch den gestiegenen Grundwasserspiegel zu verhindern.

Viele Institutionen und Einrichtungen haben sich nach dem Hochwasser 2013 solche Schutzsysteme angeschafft. Auch die Stadt Döbeln lässt gerade eines installieren. Ende Mai, Anfang Juni soll es übergeben werden sein, so Hauptamtsleiter Klaus Hengl. Es besteht ebenfalls aus einem Dammbalkensystem, mit dem Türen, Fenster und Durchfahrt des Rathauses verschlossen werden. Notstromaggregate und Pumpen sollen das System ergänzen. Nach der Übergabe soll der Aufbau erst einmal geprobt werden, sagte Hengl.