Merken

Notiert

USA nehmen Gefolgsmann von bin Laden fest Washington. Die USA haben offenbar einen Gefolgsmann von al-Qaida-Führer Osama bin Laden festgenommen. Der Iraker sei in dieser Woche von den Geheimdienstbehörden dem Verteidigungsministerium übergeben worden, teilte das Pentagon am Freitag mit.

Teilen
Folgen

USA nehmen Gefolgsmann von bin Laden fest

Washington. Die USA haben offenbar einen Gefolgsmann von al-Qaida-Führer Osama bin Laden festgenommen. Der Iraker sei in dieser Woche von den Geheimdienstbehörden dem Verteidigungsministerium übergeben worden, teilte das Pentagon am Freitag mit. Abd al Hadi al Iraqi sei festgenommen worden, als er versucht habe, in sein Heimatland zurückzukehren. Angaben zu Ort und Umständen der Festnahme machte das US-Verteidigungsministerium aber nicht. Der Terrorverdächtige sei inzwischen in das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba gebracht worden. Er soll unter anderem Anschläge auf US-Truppen in Afghanistan und ein Attentat auf den pakistanischen Staatschef Pervez Musharraf geplant haben. (AP)

Chinas Außenminister

Li Zhaoxing abgesetzt

Peking. Der chinesische Außenminister Li Zhaoxing ist am Freitag überraschend abgesetzt worden. Als Nachfolger wurde der USA-Experte und Vizeaußenminister Yang Jiechi ernannt, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Als Grund verwies Xinhua auf das Alter von Li Zhaoxing, der mit 66 Jahren das Rentenalter überschritten habe. Seine Amtszeit wäre im März kommenden Jahres regulär abgelaufen. Der neue Außenminister Yang Jiechi hatte insgesamt 13 Jahre an Chinas Botschaft in Washington gearbeitet, zuletzt von 2001 bis 2005 als Botschafter. Der 56-jährige Diplomat spricht ausgezeichnet Englisch. (dpa)

Mehr Todesopfer bei

Tschernobyl-Katastrophe

Genf. An den Folgen der Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl vor 21 Jahren starben nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutlich zwischen 14000 und 17000 Menschen. Das erklärte ein WHO-Sprecher am Freitag in Genf. Die genaue Zahl werde sich vermutlich nie feststellen lassen, sagte der Sprecher. Die Zahl von 4000 Toten, die sich aus einer zentralen Studie unter Führung der WHO ergeben habe, beziehe sich lediglich auf die Kernregion des Unfalls. Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hatte eine gewaltige Menge radioaktiver Strahlung freigesetzt, etwa 500 Mal mehr als nach dem Atombombenabwurf auf Hiroschima im August 1945. Bis heute herrscht Unklarheit über das genaue Ausmaß der Folgeschäden durch die Tschernobyl-Katastrophe. (dpa)