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Notruf im Bahnhof erneut missbraucht

Polizei und Feuerwehr sind in Görlitz ausgerückt, weil jemand den Brandalarm ausgelöst hat – es ist das dritte Mal innerhalb weniger Wochen. Nun werden Zeugen gesucht.

© Nikolai Schmidt

Görlitz. Eine bisher unbekannte Person hat am Dienstagabend im Görlitzer Bahnhof den Brandalarm ausgelöst, dessen Melder sich im Ein- und Ausgangsbereich in der Nähe des Reisezentrums der Deutschen Bahn AG befindet. Als eine Streife der Bundespolizei gegen 20.35 Uhr vor Ort eintraf, hatte die Feuerwehr bereits die Situation unter Kontrolle. Das teilt Sprecher Michael Engler mit. „Weil es nachweislich keinen Brand gab, hatten die Kameraden die Brandüberwachungsanlage inzwischen wieder reaktiviert.“

Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf ermittelt nun wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln. Sie sucht nun nach Zeugen. Wer Hinweise zur Tat geben kann, soll sich unter 0358136260 melden. „Unabhängig von den zu erwartenden strafrechtlichen Konsequenzen wird der unnötige Einsatz der Rettungskräfte dem Verursacher in Rechnung gestellt“, so Engler. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt belaufen sich die Kosten für Dienstag im dreistelligen Bereich.

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Bereits am 19. und 20. Februar musste die Feuerwehr zum Bahnhof ausrücken, weil jemand missbräuchlich einen Notruf durch die Betätigung des Brandmelders auslöste. An beiden Abenden stellten Bundespolizisten mehrere verdächtige Jugendliche und Kinder fest, die sich zum Zeitpunkt der Tat im Bahnhof aufhielten. Damals richtete sich der Tatverdacht gegen ein zehnjähriges Kind. Laut dem Leiter der Görlitzer Feuerwehr, Uwe Restetzki sind im Februar im Bahnhof zwei verschiedene Brandmelder, sogenannte Handdruckmelder, fehlausgelöst worden. So etwas passiere nicht zufällig oder aus Versehen. (szo/tc)