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Sport

Leipzig verpatzt die Münchner Meisterfeier

Die Entscheidung um den Titel fällt nach der Nullnummer des FC Bayern bei RB erst am letzten Spieltag. Hannover und Nürnberg stehen als Absteiger fest. 

Thomas Müller stolpert über Ibrahima Konaté. Der RB-Verteidiger stoppte nicht nur diesen Bayern-Angriff. © dpa-Zentralbild/Jan Woitas

Die Mannschaft ging bedächtig in die Kurve der eigenen Fans, müde applaudierte das Münchner Star-Ensemble. Nach der Nullnummer bei RB Leipzig fiel die große Saus aus, das Weißbier und die Meister-Shirts blieben in den Katakomben der Red-Bull-Arena. Das Unentschieden hätte sogar gereicht, wenn sich Verfolger Borussia Dortmund nicht in Überzahl zu einem 3:2-Sieg gegen Aufsteiger Düsseldorf gerettet hätte.  Fortuna vergab durch Dodi Lukebakio sogar einen Foulelfmeter, Adam Bodzek sah acht Minuten vor dem Ende die Rote Karte.

So fällt die Entscheidung in einer Woche. Die Münchner empfangen dann mit Eintracht Frankfurt ausgerechnet den Ex-Klub von Cheftrainer Niko Kovac. "Das Leben schreibt die schönsten Geschichten. Ich kann gegen meinen ehemaligen Verein versuchen, die Meisterschaft zu gewinnen", erklärte er. Dass die Münchner in sieben Tagen die siebente Meisterschaft in Folge holen werden - daran gibt es im Lager des FC Bayern keine Zweifel. "Ich werde sechs Tage wunderbar schlafen, weil ich weiß: Wenn sie so spielen wie heute, so kämpfen, sich so reinhauen, dann sind wir am Samstag deutscher Meister", erklärte Uli Hoeneß. Die Konzentration soll aber einzig dem Titel gelten, der Präsident wollte sich jedenfalls nicht zu den Spekulationen um einen Wechsel von RB-Stürmer Timo Werner nach München beteiligen. "Ich habe heute nur auf die Spieler in den grauen Trikots geachtet", behauptete er. 

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Zwischenzeitlich war der FC Bayern sogar schon für gut zwei Minuten Meister, doch das Tor von Leon Goretzka (50.) wurde aberkannt. Die Videoassistenten in Köln hatten vorher ein Abseits von Robert Lewandowski erkannt. Eine Millimeterentscheidung. "Ich habe immer gesagt, dass ich ein Freund des Videoschiris bin", sagte Kovac. "Dabei bleibt es. Aber es war hauchdünn. Ich frage mich nur, ob man wirklich immer die Hundertstelsekunde treffen kann, in der der Ball gespielt wird."  

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick freute sich vor allem über die gute Defensivarbeit seiner Mannschaft, nach den zuletzt drei Gegentoren in Mainz war dies durchaus nicht selbstverständlich.  "Bei den Umschaltsituationen haben wir es aber schon mal besser gemacht", grantelte er. "Da haben im Vergleich zum Pokalfinale noch die letzten fünf Prozent Adrenalin gefehlt. Deshalb kann man keine Rückschlüsse auf das Spiel in zwei Wochen ziehen." Das Pokern vor der letzten Partie der Saison hat begonnen. 

Am anderen Ende der Tabelle stehen Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg unterdessen als Absteiger fest. Hannover reichte selbst ein 3:0 gegen den SC Freiburg nicht, um den sechsten Abstieg noch abzuwenden. Durch den 3:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg, durch den sich die Schwaben den Relegationsplatz sicherten,  kann 96 das rettende Ufer nicht mehr erreichen. Der 1. FC Nürnberg rutschte nach dem 0:4 gegen Borussia Mönchengladbach auf Rang 18 ab und steigt zum neunten Mal aus der Bundesliga ab. (mit dpa)

Die Ergebnisse: 

RB Leipzig - FC Bayern München 0:0

TSG Hoffenheim - Werder Bremen 0:1 (0:1)

Borussia Dortmund - Fortuna Düsseldorf 3:2 (1:0)

Bayer Leverkusen - Schalke 04 1:1 (1:0)

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

FC Augsburg - Hertha BSC 3:4 (1:0)

Hannover 96 - SC Freiburg 3:0 (1:0)

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach 0:4 (0:0)

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05  So., 18.00