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Nur wenige Tage Spaß im Schnee

Der meteorologische Winter brachte wenig Überraschendes. Doch in einer Hinsicht war er herausragend.

Im Saunagarten vom Freizeitbad Mariba in Neustadt hat Animateurin Ulrike Yessad Anfang Februar mehrere Schneemänner gebaut. Lange hielt die Pracht jedoch nicht – nur knapp eine Woche. © Ulrike Yessad

Willkommen im Frühling! Gefühlt schon seit einigen Tagen und ab diesem Freitag auch meteorologisch. Dass der Winter im klassischen Sinne noch einmal zurückkehrt, sei aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich, erwartet Hobby-Meteorologe Dietmar Pscheidt, der in Goldbach lebt. Kälterückfälle sind bis in den Mai hinein jedoch immer möglich.

Seine Rückschau auf den meteorologischen Winter vom 1. Dezember bis 28. Februar bietet vor allem ein Fazit: Er war wiederum zu mild. „Einschließlich des Winters vom Vorjahr lag jede Jahreszeit über den langjährigen Mittelwerten“, sagt Dietmar Pscheidt. Der diesjährige Winter lag mit 1,5 Grad Celsius noch um 1,3 Grad über dem Mittelwert. Nur das Januarmittel von minus 0,8 Grad lag unter dem Durchschnitt der vergangenen 24 Jahre. Deutschlandweit war hingegen an den meisten Messstationen auch der Januar zu mild. Bei den Niederschlägen gab es nach dem trockenen Jahr 2018 viel aufzuholen. Die in Goldbach gemessene Summe von 316 Millimetern (316 Liter auf dem Quadratmeter) war fast so hoch wie die der acht Monate von April bis November des vergangenen Jahres, als 349 Millimeter zusammenkamen. „In der Summe ist das Niederschlagsdefizit des vergangenen Jahres abgebaut worden, die Auswirkungen der Trockenheit auf die Böden jedoch noch nicht“, resümiert Dietmar Pscheidt. Positiv wirkte sich allerdings die Anzahl der Tage mit Niederschlag auf die Böden in den Monaten Dezember und Januar aus.

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Ende Februar war es durch die frühlingshaften Ansätze schon wieder trocken. Von Mai bis November des vergangenen Jahres registrierte der Hobby-Meteorologe in sieben Monaten insgesamt 57 Tage mit Niederschlag. Im aktuellen Winter waren es fast genau so viele Tage, nämlich 55. Wegen der milden Temperaturen gab es in den unteren Lagen nur wenig Schnee. In den höheren Gebieten waren die Voraussetzungen für den Wintersport bedeutend besser. Nur vom 3. bis 9. Februar war im Schiebocker Land Skifahren möglich. Eine Schneedecke von über 20 Zentimetern reichte dafür aus.

Für hiesige Wetterentwicklungen sind die Wetterlagen der entscheidende Faktor. Luft aus Südwesten brachte die milden Temperaturen zum Winterausklang. Die niedrigste Temperatur dieses Winters wurde in Goldbach mit minus zehn Grad am 23. Januar gemessen, der Höchstwert mit plus zwölf Grad am 27. Februar. (SZ)