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Nutrias sollen bleiben

Der Wildpark Geising möchte die Publikumslieblinge behalten. Die Gesetzeslage sieht aber etwas anderes vor.

© Egbert Kamprath

Altenberg. Wenn sich an der Gesetzeslage nichts ändert, wird der Wildpark Osterzgebirge in absehbarer Zeit keine Nutrias, Wasch- und Nasenbären mehr halten. Das sind die Folgen einer Verordnung der EU, die 2017 in Kraft trat und an die sich auch der Wildpark halten muss, sagt dessen Leiter, Frank Gössel. Demnach haben Nutrias, Wasch- und Nasenbären und 34 ebenfalls aus anderen Region eingewanderte Pflanzen- und Tierarten negative Auswirkungen auf heimische Arten. Um die Vermehrung zu unterbinden, musste der Wildpark die männlichen Tiere kastrieren lassen. Deshalb gibt es weder bei den Wasch- noch bei den Nasenbären Jungtiere. Auch bei den Nutrias ist es sehr ruhig geworden. Gössel bedauert das. Gerade diese Tiere sind bei Besuchern beliebt, da sie sehr quirlig sind und selbst bei eisigen Temperaturen ins Wasser steigen. Gössel hofft, dass die großen Zoos, die auch in einem Verband organisiert sind, ein Umdenken der Behörden erreichen können. „Unser Wildpark ist zu klein, um hier etwas bewegen zu können“, sagt der Wildparkleiter. (SZ/mb)

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