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Turnhallen-Nutzer brauchen Geduld

Die Sanierung kann nicht zu Ende gebracht werden – zumindest nicht aus dem Budget „Brücken in die Zukunft“.

© André Braun

Von Heike Heisig

Leisnig. Die Stadträte haben bei ihrer zurückliegenden Sitzung Geld hin- und hergeschoben. Zumindest im übertragenen Sinne. Im Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ haben sich in größerem Umfang Änderungen ergeben. Das hat vor allem Auswirkungen auf die Sanierung der Saxonia-Turnhalle an der Chemnitzer Straße. Doch die Arbeiten dort hatten die Räte ohnehin als ein Puffer vorgesehen. „Wir waren uns von Anfang an darüber im Klaren, dass größere Kürzungen dort am einfachsten zu bewerkstelligen sind“, erklärte Bürgermeister Tobias Goth (CDU) auf Anfrage des DA.

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Mehrere bereits realisierte Projekte sind im vergangenen Jahr zum Teil wesentlich teurer geworden als geplant. Das betrifft zum einen die Gestaltung des Hofes der Sigismund-Reschke-Grundschule. Dafür wollte die Kommune zunächst 60 000 Euro ausgeben. 142 000 Euro stehen jetzt unter der Schlussrechnung. Nicht ganz verdoppelt hat sich zum anderen die Gestaltung des oberen und unteren Hofes der Peter-Apian-Oberschule. Dort mussten schließlich 466 000 Euro ausgegeben werden, die Kalkulation lag bei knapp 300 000 Euro. Ebenfalls teurer geworden ist der Ausbau der Obermarktgasse – mit Mehrkosten von 17 000 Euro aber nur unwesentlich im Vergleich zu den Schulhöfen. Schon aus der Projektliste herausgenommen hat die Stadt die Erneuerung der Heizung in der Karl- Zimmermann-Turnhalle.

„Da das Gesamtbudget dieses Förderprogrammes von Bund und Land feststeht, müssen wir bei noch ausstehenden Vorhaben Abstriche machen, wenn anderes teurer geworden ist“, erläuterte der Rathauschef die Vorgehensweise. Betroffen davon sei in erster Linie die weitere Sanierung der Saxonia-Turnhalle, die sowohl für den Schul- als auch für den Vereinssport genutzt wird. Aber auch die Rassegeflügelzüchter sind regelmäßige Mieter, veranstalten in der ersten Januarwoche dort ihre jährliche Ausstellung.

„Es sind noch vier weitere Bauabschnitte geplant“, so der Bürgermeister. In einem ersten seien 2012/13 über Fördergeld aus dem Programm der Integrierten ländlichen Entwicklung (Ile) das Dach und die Fenster erneuert worden. Nun gehe es darum, die Sanitäranlagen zu erneuern, die schon mehrere Jahrzehnte alt sind. Bauabschnitt drei hatte vorgesehen, den Fußboden und die Prallwände auszutauschen. Weiterhin sollte eine Heizungsmodernisierung folgen und schließlich die Zufahrt und der Parkplatz gestaltet werden. Auch die sind im Moment in keinem guten Zustand. Tobias Goth geht davon aus, dass über „Brücken in die Zukunft“ noch die Sanitäranlagen in der Saxonia-Turnhalle zu erneuern sind, das Geld zumindest dafür reicht. Geplant ist das für die Jahre 2019/2020.

Wann und wie es danach weitergeht, kann der Bürgermeister im Moment nicht sagen. Er hofft auf andere Fördermöglichkeiten für diese Turnhalle. Wie er sagte, will die Kommune versuchen, über das Leader-Programm Unterstützung zu erhalten. Dann allerdings werde auch ein Eigenanteil der Kommune fällig. Bei „Brücken in die Zukunft“ sei das anders, werde der Haushalt nicht belastet.

Insgesamt ist der Anteil, den Leisnig über „Brücken in die Zukunft“ erhält, schon festgelegt. Das Budget vom Bund umfasst rund 166 000 Euro, vom Land Sachsen etwas mehr als 500 000 Euro. Hinzu kommt noch eine Investpauschale in Höhe von etwas mehr als 100 000 Euro, die Leisnig von 2017 bis 2020 in sogenannten Jahresscheiben ausgezahlt bekommt. „Was wir darüber hinaus noch investieren möchten, müssen wir über die sogenannten investiven Schlüsselzuweisungen finanzieren“, erklärte Tobias Goth.