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Obamas Sprecher Carney geht

Jay Carney war seit dreieinhalb Jahren ein vertrautes Gesicht für die Amerikaner. Jetzt geht der Sprecher des Weißen Hauses.

© dpa

Washington. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, tritt nach dreieinhalb Jahren zurück. Er gab dafür persönliche Gründe an: Vor allem will er künftig mehr Zeit für seine Familie haben. Nachfolger soll voraussichtlich Mitte Juni Carneys bisheriger Stellvertreter Josh Earnest werden.

US-Präsident Barack Obama gab den Wechsel am Freitag persönlich bekannt. „Ich werde ihn sehr vermissen“, sagte Obama. Er werde aber weiter auf Carney als Freund und Berater bauen.

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Nur wenige Stunden zuvor hatte der Präsident den Rücktritt seines Veteranen-Ministers Eric Shinseki bekanntgegeben. Hintergrund ist in diesem Fall ein Skandal um den Tod zahlreicher Kriegsveteranen, die zu spät medizinisch behandelt worden sein sollen.

Obama hatte Carney 2011 zu seinem Sprecher gemacht, nachdem der heute 49-Jährige bereits zwei Jahre lang als Kommunikationsdirektor für Vizepräsident Joe Biden gearbeitet hatte. Zuvor war Carney Journalist, unter anderem knapp drei Jahre lang Washingtoner Bürochef des Magazins „Time“.

Auch Earnest (39) gehört zu Obamas engeren Vertrauten. Er war während der Vorwahlen zur Präsidentenwahl 2008 Kommunikationsdirektor des Demokraten. Obama würdigte ihn am Freitag als einen Mann, der nicht um den heißen Brei herumrede.

Mit Earnest erhält Obama den dritten Pressesprecher seiner Amtszeit. Carneys Vorgänger war Robert Gibbs. Der Sprecher-Posten gilt als äußerst anstrengend. Der „Washington Post“ zufolge kam es zuletzt unter Dwight D. Eisenhower (1953-1961) vor, dass ein Sprecher einem Präsidenten über zwei volle Amtszeiten hinweg diente. (dpa)