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Oberbärenburg läuft sich warm

Das schönste Dorf im Landkreis will für den Landeswettbewerb noch schöner werden. Wie das gelingen soll.

© Frank Baldauf

Von Mandy Schaks

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Altenberg. Die Oberbärenburger wollen sich nicht vom Winter überrumpeln lassen. Deshalb schütteln sie gedanklich schon mal den Schnee ab und überlegen, was sie wohl erwarten wird, wenn sich der Winter endlich aus rund 750 Meter Höhe zurückzieht. Dann wird ihnen vermutlich nicht mehr viel Zeit bleiben, um sich schick zu machen. Diesmal nicht nur für sich selbst und die Gäste, sondern auch für den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Dafür haben sich die Oberbärenburger 2017 als Sieger der kleineren Runde mit vier Bewerbern im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge qualifiziert. Und urplötzlich steht der kleine, aber feine Altenberger Ortsteil, der zusammen mit Waldbärenburg Ende vergangenen Jahres gerade mal 235 Einwohner zählte, im Wettstreit mit zwölf anderen Schönen in Sachsen. Kurort Oberbärenburg muss sich nun im Landeswettbewerb messen lassen an Süptitz, Arzberg und Langenreichenbach (Kreis Nordsachsen), Fremdiswalde und Frankenhain (Kreis Leipzig), Bluno und Wehrsdorf (Kreis Bautzen), Kreba-Neudorf (Kreis Görlitz), Schönerstadt (Kreis Mittelsachsen), Callenberg (Kreis Zwickau), Waldkirchen (Vogtlandkreis) und Hormersdorf (Erzgebirgskreis). Angesichts der Konkurrenz und im Wissen, noch mehr zeigen zu müssen, beschlichen dann doch den einen oder anderen Zweifel, ob sich der ganze Aufwand lohnt und man sich auch noch dieser Aufgabe stellen sollte.

Aber nach einem kleinen Motivationstraining von Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) und Ortsvorsteher Lothar Johne stehen nun doch wieder etliche Oberbärenburger hinter dem Projekt Landeswettbewerb, wie sich zur jüngsten Ortschaftsratssitzung zeigte. „Wir haben noch mal ein paar Stunden zusammengesessen“, sagte Kirsten. Das Rathaus wolle den Oberbärenburgern auch helfen, damit der Kurort bei der Jury wieder einen sehr guten Eindruck hinterlässt. So wird ein Ingenieurbüro, das schon bei der Ortsentwicklungskonzeption mitgewirkt hat und sich in Oberbärenburg auskennt, beauftragt, die Präsentation mit vorzubereiten. „Wir brauchen aber die Unterstützung aus dem Ort selber“, appellierte Kirsten. Denn der Wettbewerb lebe von dem Engagement, das die Vereine und alle anderen Akteure zeigen und so nach außen tragen, um letztlich Oberbärenburg noch ein Stück bekannter und auch schöner zu machen. Inzwischen steht fest, wann genau die Jury die Oberbärenburger besuchen wird. Die Kommission kommt am 15. Mai in den Staatlich anerkannten Erholungsort zu einem Rundgang, so Kirsten. Bis dahin muss Gerümpel, was jetzt zum Teil noch vom Weiß zugedeckt ist, schleunigst weg, ebenso der Winterdreck verschwinden.

Sören Rost schlug deshalb vor, sofort nach der Schneeschmelze Straßen und Wege zu begehen, damit die Winterschäden entdeckt und beseitigt werden können. Bei der Reparatur und Instandsetzung versprach Kirsten Unterstützung durch den Bauhof. Sören Rost regte zudem an, frisches Grün zu pflanzen, und bot dabei gleich seine Hilfe an. Den Juroren soll zudem noch viel mehr gezeigt werden als beim ersten Mal, zum Beispiel der gepflegte Friedhof mit Kreuzen aus Birkenholz für Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Das gebe es nirgendwo sonst. Weitere Ideen und Mitstreiter werden gesucht.

Nächstes Treffen, 15. März, 19.30 Uhr, Gasthaus Kobär