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Oberbürgermeisterwahl in Leipzig - Kampf zwischen SPD und CDU

Leipzig - Die Leipziger wählen an diesem Sonntag einen neuen Oberbürgermeister. Gesucht wird der Nachfolger des Sozialdemokraten Wolfgang Tiefensee, der im Herbst 2005 als Bundesverkehrsminister nach Berlin wechselte.

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Leipzig - Die Leipziger wählen an diesem Sonntag einen neuen Oberbürgermeister. Gesucht wird der Nachfolger des Sozialdemokraten Wolfgang Tiefensee, der im Herbst 2005 als Bundesverkehrsminister nach Berlin wechselte. In der ersten Wahlrunde vor drei Wochen hatte kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erreicht. Nun gibt es einen Zweikampf zwischen SPD und CDU. Der Wahlausschuss hat neben Burkhard Jung (SPD) und Uwe Albrecht (CDU) nur noch zwei als aussichtslos geltende Bewerber zugelassen.

Beim ersten Durchgang am 5. Februar erzielte Jung mit 41,6 Prozent das beste Ergebnis. Albrecht, der nun von der FDP unterstützt wird, kam auf 32,7 Prozent. Dietmar Pellmann von der Linkspartei erreichte 15,5 Prozent, verzichtete aber auf eine neuerliche Bewerbung. Auch Grünen-Kandidat Michael Weichert (6,1) tritt nicht noch einmal an. Beide wollen ihren Verzicht nicht direkt als Wahlempfehlung für die SPD verstanden wissen. Die Beteiligung in der ersten Runde lag bei 34,9 Prozent.

Im zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit. Die Amtszeit beträgt sieben Jahre. Erst im vergangen Jahr hatten die Leipziger den damaligen Amtsinhaber Tiefensee mit 67,1 Prozent bestätigt. Die 263 Wahllokale öffnen um 08.00 Uhr. Bis 18.00 Uhr können die rund 407.000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Mit ersten Zwischenergebnisse wird etwa 20 Minuten nach Schließung der Wahllokale gerechnet. (dpa)