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Oberlausitzer Drogen-Aufklärer gewinnen Preis in Berlin

Damit wurden die Mitglieder von „Prävention im Team“ geehrt. Es gab immerhin 4000 Euro.

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© christian hahn

Der Wettbewerb wird der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, fand zum siebenten Mal statt. Das PiT, Prävention im Team aus den Kreisen Görlitz und Bautzen erreichte einen dritten Platz. Mit dem Wettbewerb sollen herausragende kommunale Aktivitäten in der Suchtprävention herausgestellt und die jeweiligen Konzepte bundesweit bekannt gemacht werden.

„Ich gratuliere allen PiT-Projektträgern, Lehrkräften und Polizisten zu diesem Preis, der ihre engagierte Arbeit würdigt. Ich danke ihnen dafür, dass sie Themen wie Gewalt, Sucht, Mobbing und Eigentum nicht ignorieren, sondern ihnen wirkungsvoll begegnen und wichtige Aufklärungsarbeit leisten“, so Innenminister Markus Ulbig. Jedes Kind solle angst- und sorgenfrei zur Schule gehen und Freude am Lernen haben. „PiT-Ostsachsen lege hierfür den Grundstock und ist Vorbild für andere sächsische Regionen“, sagte Markus Ulbig. PiT-Ostsachsen startete im September 2012 mit der Umsetzung der (vor-) schulischen Prävention und Gesundheitsförderung. Im Rahmen dieses Programms arbeiten Vertreter der Landratsämter Görlitz und Bautzen sowie der Sächsischen Bildungsagentur Bautzen und der Polizeidirektion Görlitz gemeinsam mit weiteren Netzwerkpartnern zusammen.

Der Landespräventionsrat Sachsen, dessen Vorsitzender der Innenminister ist, begleitet dieses Projekt bereits von Beginn an. Insbesondere unterstützt der Präventionsrat das Netzwerk , wenn es darum geht, Probleme schon am Beginn ihrer Entstehung zu finden.

Dank der Kooperation zwischen PiT-Ostsachsen und dem Landespräventionsrat konnte im vergangenen Jahr eine Schülerbefragung an allen Schulen ab der Klassenstufe fünf in den Landkreisen Bautzen und Görlitz angeboten und durchgeführt werden. 19 092 Schüler aus 91 Schulen beteiligten sich. Dies entsprach einer Teilnahmequote von 55 Prozent. Mit der Befragung war es erstmals möglich, eine flächendeckende Datenerhebung direkt bei Schülern durchzuführen und Aussagen zu ihrem Freizeitverhalten, Wohnumfeld, Familienleben und Schulalltag im Zusammenhang mit dem Konsum Drogen, aber auch Gewalt, Mobbing, Depressionen und Selbstwertproblemen zu erhalten. Mit den Ergebnissen will nun das PiT gezielt langfristige und zielgruppenorientierte Aktionen planen. (SZ)