merken

Weißwasser

Oberschule wird etappenweise saniert 

Die Geschwister-Scholl-Schule in Krauschwitz soll bleiben. Das erfordert die weitere Sanierung, für die eigentlich das Geld fehlt.

© Foto: Sabine Larbig

Von Sabine Larbig

Krauschwitz. Um die Schule im ländlichen Raum erhalten zu können, ist die Sanierung aufgrund gesetzlicher Vorgaben zu Brand- und Sicherheitsschutz aber zwingend notwendig. Bleibt sie aus, kann es zur Schließung ganzer Geschosse oder der Schule kommen. Krauschwitz muss also Geld zur Sanierung auftreiben. Die andere Alternative wäre eine Übergabe der Oberschule an den Landkreis. Doch der, so Bürgermeister Rüdiger Mönch, würde die Schule aus Kostengründen ebenfalls schließen.

Anzeige

Die Lausitz auf dem Weg in die Zukunft

Zeit mitzureden: Die Lausitzer in Sachsen und Brandenburg entwickeln eine gemeinsame Vision für ihre Heimat.

Bleibt also nur die Sanierung. Die kostet allerdings allein für den dritten und letzten Bauabschnitt rund 7,9 Mio. Euro. Davon übernimmt der Freistaat den Löwenanteil im Rahmen der Förderung von Schulsanierungen. Im Fall von Krauschwitz könnten es 75 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, also rund 3,4 Mio., werden, die der Freistaat zahlt. Vorausgesetzt, die Gemeinde hat ein bestätigtes Haushaltskonsolidierungskonzept. Weiteres Geld kann eine spezielle Förderrichtlinie bringen. Im Ergebnis würde Krauschwitz nur ein Eigenanteil von maximal zehn Prozent der Gesamtkosten bleiben. Die Finanzierung dieser rund 550 000 Euro ist über eine Kreditaufnahme geplant.

So weit die Theorie. Denn noch ist offfen, ob der Haushalt samt Sparkonzept und die Komplementärförderung über die Förderrichtlinie genehmigt werden. Um die Schulsanierung trotzdem hinzubekommen, führte Bürgermeister Rüdiger Mönch bereits mehrfach Gespräche mit Landrat, Kommunalaufsicht und Schulamt des Kreises hinsichtlich der grundsätzlichen Finanzierbarkeit des Vorhabens. „Gemeinsam haben wir Lösungen gefunden und Ideen entwickelt“, so Mönch jüngst im Gemeinderat. Vereinbart worden sei, die Maßnahme in zwei Teilen zu realisieren. Eine, über die Förderrichtlinie finanziert und bis 30. August 2019 beantragt, betrifft die Beseitigung von Brandschutz- und Sicherheitsmängeln, deren Durchführung unabweisbar ist. Dem Rat lag daher ein Grundsatzbeschluss zur Oberschulsanierung vor, der speziell den ersten Teil des letzten Bauabschnitts betrifft. Danach soll die Schule nach Abriss des alten Zwischengangs zur einstigen Turnhalle einen neuen Anbau erhalten. Der hat Platz für zwei Klassenräume, drei Fachkabinette, Vorbereitungsräume und einen größeren Mehrzweck-Veranstaltungsraum, Treppenhaus und Aufzug. Saniert wird auch das Kellergeschoss im historischen Schulgebäude. Erneuert werden Heizungs-, Elektroanlagen, Sicherheitstechnik und Brandschutzanlagen.

Grundsatzbeschluss und Beschluss zur Beauftragung von Planungsleistungen wurden mehrheitlich gefasst. Für den zweiten Teil des letzten Bauabschnitts ist ein gesonderter Gemeinderatsbeschluss nötig.

Rätin Heike Krahl zum Beschluss: „Eine Schule im Ort ist wichtig, belebt ihn und ist für Familien ein Grund zu bleiben.“