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Oderwitzer Kita-Kinder pressen sich ihren eigenen Apfelsaft

Über mehrere Wochen drehte sich in der Kindertagesstätte „Knirpsenland“ alles rund um das Thema Apfel.

© www.foto-sampedro.de

Von Holger Gutte

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In der Oderwitzer Kindertagesstätte „Knirpsenland“ wissen die Kinder jetzt ganz genau, wie man Apfelsaft macht. Sie haben selber welchen hergestellt. Aber nicht nur das: Über mehrere Wochen widmen sich die Erzieherinnen hier schon mit den Kindern dem Thema Apfel in einem Natur-Projekt. In der Gruppe, aber auch mit ihren Eltern haben die Kinder Äpfel auf Streuobstwiesen und zu Hause gesammelt und mit in ihre Kita gebracht. „Dabei haben uns sogar Eltern geholfen, die schon gar keine Kinder mehr bei uns haben“, erzählt Erzieherin Kerstin Titzler.

Dank der Unterstützung der Oberlausitzer Saftquell aus Oderwitz durften die Kinder die Äpfel nach dem Waschen sogar selber mit der mobilen Saftpresse von Gerd Hummitzsch pressen. Schon zuvor hatte er ihnen die Ummantelung der Fünf-Liter-Tetra-Packs mitgebracht, in die der Saft abgefüllt werden sollte. „Wir haben sie alle mit schönen Apfelmotiven bemalt. Und den ganz kleinen Kindern natürlich dabei geholfen“, berichtet Kerstin Titzler. Etwa 600 Liter Saft haben die „Knirpsenland“-Kinder gepresst. „Der schmeckt richtig lecker“, sagt die Erzieherin.

Zum Kita-Apfelprojekt gehörte aber weit mehr, als nur Saft herzustellen. „Wir haben alte Sorten erforscht, uns Apfelmus gekocht, Apfeldruck gemacht und Apfelscheiben geschnitten“, schildert Kerstin Titzler. Letztere werden sie noch eine ganze Weile als gesunde Snacks naschen. Denn hierbei hat der Kita die Bäckerei Schuster im Ort geholfen. „Der Bäcker hat die Restwärme im Backofen für das Trocknen unserer Apfelringe genutzt“, sagt sie . Die große Menge an Apfelringen auf die Backbleche zu legen und zu wenden, machte zudem viel Arbeit. „Wir haben uns aber auch damit beschäftigt, was Äpfel mit Weihnachten zu tun haben“, fügt sie hinzu.

Mit ein bisschen Glück bekommt jedes Kind im Frühjahr außerdem ein winziges Apfelbäumchen. Denn die Kindertagesstätte hat die Maische vom Saftpressen aufgehoben. Die bleibt liegen, damit die Körner zu kleinen Apfelbäumen werden. „Gerd Hummitzsch wird sie uns veredeln, damit jedes Kind dann zu Hause ein Apfelbäumchen pflanzen und großziehen kann“, berichtet Kerstin Titzler.

Für ihre guten Projekte ist die integrative Kindertagesstätte der Diakonie Löbau-Zittau schon mehrfach ausgezeichnet worden. Erst in diesem Jahr wurde sie mit dem Projekt „Ein Storchenwinter in Oderwitz“ im bundesweiten Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2018“‘ sächsischer Landessieger.