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Ödland wird zum Rasenplatz

Freudiges Ereignis für die Fußballer von Post-Germania in Bautzen : Der Verein hat jetzt eine neue Kleinfeldspielfläche.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Bautzen. Die Jungs der beiden F-Jugendmannschaften des SV Post-Germania Bautzen sind kaum noch zu bremsen. Sie wollen endlich auf ihr neues Spielfeld rauf, um gegeneinander anzutreten. Sie dürfen den neuen Fußballrasen einweihen. Doch bevor der Ball richtig rollen kann, gibt es noch einen symbolischen Akt. Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) und Finanz-Bürgermeister Dr. Robert Böhmer werden zum Ehren-Anstoß gebeten. „Wir sind der Stadtverwaltung sehr dankbar, dass sie das Vorhaben der Erweiterung des Vereinsgeländes unterstützt hat“, sagt Hagen Alex vom Vereinsvorstand.

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Reichlich 21 000 Euro steuerte die Kommune bei. Damit erhält der SV Post Germania einen wesentlichen Anteil des mit insgesamt 60 000 Euro ausgestatteten Sportförderbudgets der Stadt. Innerhalb von neun Monaten verwandelte sich die Ödlandfläche an der Edisonstraße in einen top-gepflegten Rasen. Mit den Arbeiten wurde im März begonnen. Vom Erdreich wurden durch die Firma Miersch aus Salzenforst 250 Tonnen abgetragen, gesiebt und später wieder aufgebracht. Die auf Sportflächen spezialisierte Firma Eurogreen planierte die Fläche und legte die Drainage. Die Firma Bau-Com stellte schwere Technik zur Verfügung. In Eigenleistung verlegten die Vereinsmitglieder die Wasserleitung vom eigenen Brunnen bis zur Spielfläche. Den vorgekeimten Rasen, der vor vier Wochen eingesät wurde, pflegte Objektleiter Jens Lalurny liebevoll, sodass er sich bei der Einweihung in voller Pracht präsentierte.

Jede Menge Eigenleistungen

Überhaupt hätten sich seine Mitstreiter so richtig ins Zeug gelegt, damit der neue Platz pünktlich zum Spielzeitbeginn zur Verfügung steht, sagt Hagen Alex. Ein Drittel der Gesamtkosten machten die Eigenleistungen der Mitglieder aus, also rund 8 000 Euro. Über 50 Mann seien an den Arbeitseinsätzen beteiligt gewesen. Dank der Hilfe des Lions-Clubs und der Kreissparkasse konnten mobile Tore angeschafft werden. Die Unterstützer traten am Wochenende auf dem neuen Rasen zu einem Sponsoren-Turnier mit zehn Mannschaften an. Ansonsten steht der 2 000 Quadratmeter große Platz mit den Maßen 35 mal 55 Metern den G- bis D-Junioren für ihre Punktspiele und für das Training zur Verfügung.

Nötig wurde der Bau des neuen Platzes , weil die Kapazitäten ausgeschöpft waren. Insgesamt trainieren beim SV Post Germania 150 junge Kicker in acht Nachwuchsteams. Dass es so viele sind, führte dazu, dass Platznot herrschte, vor allem wenn mehrere Punktspiele gleichzeitig liefen. Der Rasenplatz und der Hartplatz waren überlastet und bei Hitze erweist sich das Spielen auf dem Hartplatz als grenzwertig.

Doch die Verantwortlichen beim SV Post Germania wollen an ihrer hervorragenden Nachwuchsarbeit festhalten und auch weiterhin allen, die das möchten, das Kicken ermöglichen. „Jeden Freitag ist ab 16.30 Uhr Schnuppertraining für alle vom Jahrgang 2011 und jünger“, sagt Nachwuchstrainer Dieter Bransky.