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Öffnungszeiten der Bibliotheken werden gekürzt

Die Stadt hat weniger Geld für das Personal. Nicht das einzige Problem, das auf die Bibliotheken zukommt.

© dpa

In den Stadtteil-Bibliotheken Dresdens drohen ab April Schließtage. Das erklärte am Freitag Professor Arend Flemming, Direktor der Städtischen Bibliotheken Dresden. Hintergrund ist weniger Geld für Personalkosten, das der Stadtrat in der kommenden Woche im neuen Haushaltsplan beschließen soll. „Dadurch bleiben derzeit freie Stellen unbesetzt“, so Flemming. So fehlt es an genug Personal, um alle Öffnungszeiten abzusichern. Einzelne Standorte müssten dann ganze Tage in der Woche schließen. Auch in den neuerlichen Diskussionen über die Sanierung des Kulturpalasts sieht der Bibliothekschef Probleme.

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Die Stadt plant bisher, im Kulturpalast neben einem Konzertsaal für die Philharmonie und einer neuen Spielstätte für die Herkuleskeule künftig auch eine Zentralbibliothek unterzubringen. Die jetzigen Standorte im World Trade Center und die Jugendbibliothek in der Waisenhausstraße würden dann wegfallen. „Unser Umzug ist aber nur möglich, wenn der neue Konzertsaal so gebaut wird wie geplant“, erklärt Flemming. Wird lediglich die jetzt bestehende Stadthalle saniert, wie von einigen Stadträten aus Einsparungsgründen vorgeschlagen, ist das unmöglich. „Dann fehlt der Platz für die Bibliothek.“ Das Konzept, die Zentralbibliothek als Lernort im Zentrum zu etablieren, wäre dann vom Tisch. „Wir planen Öffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr an sechs Tagen in der Woche. Solch eine Auslastung des Kulturpalasts wird ohne Bibliothek nicht möglich sein.“ (jam)