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Ölmühle läuft es wie geschmiert

15 Landwirte aus fünf Bundesländern profitieren von einer in Klappendorf gegründeten Initiative für mehr Bio-Landwirtschaft.

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© Archiv/Claudia Hübschmann

Lommatzsch. Der im Februar 2015 von Judith Moog, Inhaberin und Geschäftsführerin der Ölmühle Bio Planete in Klappendorf, gegründete Initiative „Gemeinsam für mehr Bio-Landwirtschaft in Deutschland“ und die Ölserie „Aus unserer Heimat“ gehören mittlerweile 15 Bio-Landwirte aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern an. Sie profitieren unter anderem von langfristigen Abnahmegarantien und einer Bezahlung, die die Produktionsbedingungen der Ökolandwirte berücksichtigt und sind auf den jeweiligen Flaschenetiketten abgebildet.

Bereits acht verschiedene Ölsorten aus heimischer Produktion kann Bio Planete inzwischen anbieten, darunter Klassiker wie heimisches Lein-, Raps-, Sonnenblumenöl, aber auch seltenere Sorten wie Hanf-, Mohn- oder Leindotteröl. Die Nachfrage nach diesen Produkten ist sowohl seitens des Handels als auch seitens der Verbraucher groß. Judith Moog ist außerdem Bio-Landwirtin. Ihr Bio-Hofgut Faller baut in der Lommatzscher Pflege unter anderem Kartoffeln, Raps, Dinkel und Sonnenblumen an. Als Bio-Landwirtin und damit Anbieter landwirtschaftlicher Erzeugnisse einerseits und Abnehmer von Bio-Ölsaaten für die Ölmühle andererseits kennt sie die Herausforderungen auf beiden Seiten.

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„Als Hersteller eines Produktes ist für mich zuerst einmal entscheidend, ob es eine Nachfrage dafür gibt. Im Bio-Bereich stelle ich immer wieder fest, dass die Verbraucher vor allem regionale Bio-Produkte nachfragen. Und dass das Angebot dieser Produkte deutlich größer sein könnte. Hier sehe ich in Sachsen Nachholbedarf.“ sagt die Tochter des Gründers der Ölmühle Moog GmbH. „Für mich geht es dabei weniger um finanzielle Unterstützung, sondern darum, gemeinsam intelligente Lösungsansätze zu finden“, so Judith Moog.

Auf Einladung des Bündnisses Ökolandbau Sachsen besuchte der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Thomas Schmidt die Ölmühle Moog GmbH in Klappendorf. Das Bündnis vertritt sächsische Bio-Anbau- und Erzeugerverbände wie die Vereinigung Ökologischer Landbau, Bioland, Naturland und Demeter. Anlass des Treffens war der Austausch zu aktuellen Fragen im sächsischen Öko-Landbau.

Weiterhin sollte es darum gehen zu analysieren, wo auf beiden Seiten Handlungsbedarf besteht, um tragfähige und entwicklungsfähige Strukturen im Öko-Landbau in Sachsen aufzubauen. Auf Wunsch des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft fand das Treffen bei der Bio Planete Ölmühle Moog statt - dem Bio-Hersteller mit französischen Wurzeln statt, der seit 2004 auch in der Lommatzscher Pflege ansässig ist. (SZ)