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ÖPNV auf Rekordhoch

Die Städte wachsen und mit ihnen die öffentlichen Verkehrsmittel - der Trend zeigt dabei in Richtung Bahn. Der Boom bei Fernbussen legt eine Pause ein.

© Peter Gercke/dpa

Wiesbaden. Busse und Bahnen sind bei den Bundesbürgern gefragt wie nie zuvor. Erstmals wurden vergangenes Jahr mehr als 11,5 Milliarden Fahrten im Nah- und Fernverkehr gezählt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. 31,5 Millionen Fahrgäste wurden im Schnitt pro Tag im Linienverkehr befördert.

Einen leichten Rückgang erlebten nach jahrelangem Wachstum die Fernbus-Unternehmen. In ihrem Bereich waren es knapp 23 Millionen Fahrten, 0,8 Prozent weniger als 2016. 6,6 Milliarden Kilometer waren Fernbusse unterwegs und damit 3,1 Prozent weniger.

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Wachstum gab es vor allem bei den Bahn-Unternehmen. Fernzüge absolvierten 142 Millionen Fahrten, was einem Plus von 2,3 Prozent entspricht. Der Anstieg gelang laut Statistischem Bundesamt unter anderem mit Sonderticketaktionen. 40,4 Milliarden Kilometer wurden zurückgelegt, 2,6 Prozent mehr als 2017.

Der öffentliche Personennahverkehr legt den Angaben zufolge angesichts wachsender Städte seit Jahren kontinuierlich zu, seit 2004 um 14 Prozent. Davon profitierten vor allem Eisen- und Straßenbahnen, wie das Bundesamt erklärte. Busse dagegen erlebten nur einen geringen Anstieg von 1,3 Prozent.

Dieser Trend setzt sich fort: Vergangenes Jahr wurden in Nahverkehrsbussen 5,3 Milliarden Fahrgäste gezählt und damit 0,1 Prozent mehr. In Straßen-, Stadt- und U-Bahnen waren es 4,0 Milliarden Fahrgäste, das war ein Zuwachs von 1,8 Prozent. Mit Eisen- und S-Bahnen legten 2,7 Milliarden Menschen eine Nahverkehrsstrecke zurück, was einem Plus von 2,4 Prozent entspricht. (dpa)