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Österreicherin holte den Glashütter Filmpreis

Ein Film über den Politiker Kurt Waldheim siegt auf dem Filmfest in Berlin. Dessen Macherin bekommt eine Finanzspritze.

© Glashütte Original

Glashütte/Berlin. Mit der Vergabe des „Glashütte Original – Dokumentarfilmpreises“ an „Waldheims Walzer“ ging für den Luxusuhrenhersteller Glashütte Original eine erfolgreiche Berlinale 2018 zu Ende. Die Regisseurin und Produzentin Ruth Beckermann nahm den mit 50 000 Euro dotierten Preis am Sonnabendabend im Rahmen der offiziellen Preisverleihung im Berlinale Palast entgegen. Unter den Augen von 1 600 Gästen im Saal und Hunderttausenden Zuschauern der TV-Liveübertragung überreichten die drei Juroren Cíntia Gil, Ulrike Ottinger und Eric Schlosser die Trophäe für ihr „herausragendes filmisches Porträt eines politischen Lügners“ an die überglückliche Filmemacherin. Der Preis wurde in aufwendiger Handarbeit in der Glashütter Manufaktur gefertigt und zeigt eine Säule aus geschichteten Zahnrädern.

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Ruth Beckermann zeigte sich in ihrer Dankesrede sehr bewegt: „Ich bin überwältigt. Als Dokumentarfilmerin steht man selten in einem solchen Rampenlicht. Ich danke dem Forum, dass es den Film ausgewählt hat.“ Sie dankte allen, die diesen Streifen unterstützt haben – vor allem meinem Team, das mit ihr so lange daran gearbeitet hat. „Ich freue mich über den Preis und den Erfolg, jedoch verbunden mit dem Wermutstropfen, dass etwas, das vor 30 Jahren passiert ist, heute so aktuell ist.“

Die Preisverleihung bildete das Finale der Filmfestspiele, bei denen Glashütte Original zum zweiten Mal als Hauptpartner mitarbeitete. Die Manufaktur präsentierte hier ihre Sonderedition „Senator Chronograph – The Capital Edition“. Die Manufaktur begrüßte ihre Gäste erneut in der exklusiven „Golden Bear Lounge“. Vis-a-vis zum Roten Teppich des Berlinale-Palastes empfing das Unternehmen hier täglich neben Kunden und Partnern, auch bekannte Köpfe der Film- und Medienbranche, Journalisten sowie Cineasten und Uhrenliebhaber aus aller Welt. „Berlin ist in diesen Tagen stets die Welthauptstadt des Films – hier wollen wir ins Gespräch kommen und uns ins Gespräch bringen. Beides ist uns auch in diesem Jahr gelungen“, kommentierte Glashütte-Original-Geschäftsführer Thomas Meier.

Die Gästeliste der „Golden Bear Lounge“ war erneut lang: Beim traditionellen Empfang am Eröffnungsabend kamen unter anderem Hannes Jaenicke, Patricia Clarkson, Florian David Fitz, Aylin Tezel und Andrea Sawatzki vorbei. In den folgenden Tagen waren in der Lounge dann täglich Warm-ups für Premieren im Berlinale Palast zu erleben, bei denen die Schauspieler in gespannter Vorfreude zusammenkamen, bevor sie ihren Weg über den Roten Teppich antraten. Unter den Produktionen waren Wettbewerbsbeiträge wie „Transit“, „Figlia mia“ und „3 Tage in Quiberon“ – die Ehre gaben sich unter anderem so bekannte Schauspieler wie Daniel Brühl, Marie Bäumer, Franz Rogowski, Paula Beer, Valeria Golino, Udo Kier, Tim Wilde, Charly Hübner und viele andere mehr. Auch die Moderatorinnen Anke Engelke und Annabelle Mandeng, Regie-Legende Wim Wenders, die Grande Dame des deutschen Films Iris Berben, der Cellist Jan Vogler und natürlich Berlinale-Direktor Dieter Kosslick trugen sich ins Gästebuch der ein. Zu den Höhepunkten zählten außerdem die offiziellen Besuche der Internationalen Jury um Präsident Tom Tykwer und der Jury für den „Glashütte Original – Dokumentarfilmpreis“. (SZ/mb)