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Offene Jugendarbeit steht vorm Neustart

Die Verwaltung organisiert, dass es nach dem Rückzug der Spielträumer weitergeht. Offen ist die Zukunft des Jugendhauses.

© Archiv/Dietmar Thomas

Von Heike Heisig

Leisnig/Naundorf. Die Stadt Leisnig hat einen Verein aus der Region gefunden, der die offene Kinder- und Jugendarbeit weiterführen will. Das sagte Bürgermeister Tobias Goth (CDU) am Dienstag auf Anfrage des Döbelner Anzeigers.

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Diese Aufgabe hatte bis vor kurzem noch der Verein Spielträume erledigt. In Leisnig zum Beispiel in Räumen der Oberschule, wo es stadtoffen an mehreren Tagen die Möglichkeit zum Treffen und für gemeinsame Aktionen wie Billardspielen gab. Zum Jahreswechsel hat der Verein diese Arbeit mit geförderten Stellen eingestellt – überraschend, auch für die Stadt Leisnig, wie der Bürgermeister bestätigte. In Zukunft wollen sich die Spielträumer überwiegend auf mobile Jugendarbeit beschränken, unter anderem bei Festen für eine „Bespaßung“ der Kinder sorgen. Gründe für den Rückzug aus den anderen Tätigkeitsbereichen nennt der Vorstand der Spielträumer nach wie vor nicht.

„Wir müssen noch Details zur Finanzierung der Stelle klären“, so Goth. Sei das passiert, könne das Angebot mit einem neuen Trägerverein starten.

Was aus dem bisherigen Jugendhaus in Naundorf wird, damit haben sich die Stadträte dem Bürgermeister zufolge noch nicht im Detail auseinandergesetzt. „Wir haben von zwei Gruppen Nutzungsanfragen bekommen. Ehe wir zusagen, möchten wir aber noch Details dazu hinterfragen“, sagte Goth.

Auf einige Gruppen hat das Kürzertreten der Spielträumer keine Auswirkungen. So soll das Generationencafé weiter öffnen, und zwar in der benachbarten Ludothek. Die Mitglieder der Trommelgruppe musizieren weiterhin regelmäßig im ehemaligen Jugendhaus. Und auch die Tanzgruppen kommen nach wie vor dort zusammen, wie Trainerin Solveig Reich bestätigt.

Die zuletzt als Jugendhaus genutzte Immobilie ist einmal ein Gasthof gewesen. Die Gemeinde Bockelwitz hat ihn später gekauft und immer wieder investiert. Die ersten Spielträumer sind meist Eltern gewesen, die den Kindern in der Freizeit Abwechslung bieten wollten. In Zusammenarbeit mit der Kommune ist unter anderem der Abenteuerspielplatz Wabyrinth im Freigelände entstanden. Die Spielgeräte sind inzwischen so marode, dass eine Sperrung droht.

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