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Offenheit ist der bessere Weg

Die Bibliothek soll dem Hort weichen, weil die Räume gebraucht werden. Nicht jeder findet das gut – Jörg Richter über Lampertswaldes Öffentlichkeitsarbeit.

© Kristin Richter

Im Lampertswalder Gemeinderat wird ja gern mal etwas hinter verschlossenen Türen besprochen. Auch Dinge, die da nichts zu suchen haben. So ist es nicht verwunderlich, dass Mütter, die sich um den Erhalt der hiesigen Bibliothek Sorgen machen, eher zufällig erfahren haben, dass die Gemeinde vor hat, die Bibliothek aus dem Hortgebäude auszulagern. Sie mahnen zu Recht an, dass doch die Zukunft einer Bibliothek von öffentlichem Interesse ist. Doch weder in der Tagesordnung einer öffentlichen Sitzung noch im Gemeindeblatt hätten sie einen Hinweis dazu gefunden.

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Natürlich macht es Sinn, die Bibliothek zu verlagern, wenn im Hortgebäude Platz für mehr Kinder benötigt wird. Da haben der Bürgermeister und seine Gemeinderäte völlig recht. Keine Frage. Ich hätte an ihrer Stelle vielleicht nicht anders entschieden. Aber die eigenen Bürger monatelang im Unklaren zu lassen, was mit der Bibliothek passiert, und sie dann mit vollendeten Tatsachen zu konfrontieren, ist nicht gerade vertrauensbildend. Dabei kommt es ja in der großen wie der kleinen Politik auf Vertrauen an. Doch wenn schon Dorfparlamentarier dieses Gut unterwandern, ist es um die Demokratie schlecht bestellt. Schließlich haben die Bürger sie aus einem Grund gewählt: weil sie ihnen vertrauen. Und dazu gehört es nun mal auch, ein öffentliches Problem auch öffentlich zu diskutieren. Das ist der bessere Weg.

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