Infomercial

Das Baby hat Ohrenschmerzen

Die Schmerzen kommen bei kleinen Kindern leider sehr häufig vor. Wie erkenne ich sie? Und was kann ich tun?

© Carlos Alberto Melo Florian (Symbolfoto)

Sie treten als Begleiterscheinung oder als Folge viraler Infekte der oberen Luftwege (Erkältungen) auf. Nicht selten steckt eine Ohrenentzündung hinter den Beschwerden eines Babys. Die häufigste und bekannteste Form ist die Mittelohrenzündung (Otitis Media). Außenohr (Otitis Externa) und Innenohr (Otitis Interna) entzünden sich dagegen deutlich seltener.

Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Wie es zur Ohrenentzündung bei Babys kommt

Ohrenentzündungen treffen meist die Kleinsten. Bei einem Baby arbeitet das Immunsystem noch nicht so zuverlässig, wie bei den Großen. In den ersten Lebensjahren übt der Organismus noch. Dadurch haben Babys und Kleinkinder regelmäßig mit viralen Infekten zu tun. Dass sich daraus eine Mittelohrentzündung entwickelt, liegt an einer anatomischen Besonderheit ihrer Ohren. Die Eustachische Röhre (Ohrtrompete), verantwortlich für die Belüftung des Mittelohrs und den Druckausgleich, ist bei Kindern unter drei Jahren noch sehr kurz. Dies erleichtert es unerwünschten Keimen aus dem Nasen-Rachen-Raum bis zum Mittelohr aufzusteigen und erklärt die dort gehäuft auftretenden Entzündungen in diesem Alter. Doch gerade Babys und Kleinkinder leiden sehr an den starken Ohrenschmerzen. Um ihnen schnell und effektiv zu helfen, ist eine zuverlässige Diagnose wichtig. Zudem können Eltern bereits beim Erkennen der Symptome mit einfachen Hausmitteln Erste Hilfe leisten.

Ohrenentzündung bei Babys: Die Symptome zuverlässig erkennen

Da Ohrenentzündungen sehr schmerzhaft sind, ist es im akuten Fall umso wichtiger sofort zu handeln. Ohrenschmerzen bei Babys und Kleinkindern sollten dabei immer von einem Arzt abgeklärt werden. Dieser kann eine ernsthafte Erkrankung, Verletzungen oder Komplikationen ausschließen und eine geeignete Therapie empfehlen. Wie bei den meisten anderen Erkrankungen gibt es auch für die Mittelohrentzündung Symptome und erste Hinweise, die bei der Diagnose helfen: starke, oft sehr plötzlich auftretende Schmerzen Druckgefühl Ohrzwang (das Baby fasst sich ständig an ein oder beide Ohren), verstopfte oder laufende Nase, Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur oder Fieber. Beobachten Eltern diese oder einige der genannten Krankheitsanzeichen, sollte der Gang in eine Arztpraxis erfolgen.

Einfache, aber wirksame Hausmittel

Gerade die Kleinsten sind noch nicht dazu in der Lage einem Erwachsenen ihre Beschwerden zu schildern. Dennoch geht es einem Baby mit einer Ohrenentzündung sichtlich schlecht. Doch was können Eltern tun? Es gibt eine ganze Reihe einfacher Mittel, die mitunter sehr effektiv sind. Folgende haben sich besonders gut als Erste Hilfe bei Ohrenentzündungen bewährt: Nasentropfen mit Koch- oder Meersalzlösung Zwiebelsäckchen für die Ohren (die ätherischen Öle der Zwiebel wirken antibakteriell) kalte Wadenwickel (zur Fiebersenkung) Eltern sollten vor der Anwendung eines Hausmittels jedoch Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker halten. Denn unter Umständen ist die gewählte Methode, für ihr Kind nicht geeignet.

Was es noch zu beachten gibt, wenn Ihr Baby Ohrenschmerzen hat

Es ist ratsam, das Raumklima zu optimieren – eine eher kühle, leicht feuchte Raumluft kann die Beschwerden lindern. Besonders im Winter haben wir es mit trockener Heizungsluft zu tun, die die Atemwege zusätzlich belastet. Regelmäßiges Lüften (keine Zugluft) und ein feuchtes Handtuch oder eine mit Wasser gefüllte Schale auf der Heizung erleichtern das Durchatmen. Wichtig ist es zudem, die Kleinen warm genug anzuziehen, damit sie nicht auskühlen (inklusive einer ausreichenden Kopfbedeckung, gerade in den ersten Lebensmonaten). Hilfreich kann auch eine leicht erhöhte Schlafposition sein, durch die das Nasensekret besser abläuft und welche die Atmung erleichtert. Dazu reicht ein kleines Kissen unter der Matratze, das für einen erhöht gelagerten Kopf sorgt. Babys und Kleinkinder werden es ihren Eltern darüber hinaus danken, wenn auf die Ohrenschmerzen möglichst wenig äußere Reize einwirken und sie sich in Ruhe erholen dürfen.

Vorsicht: Eltern sollten niemals Wattestäbchen einsetzen! Eine ernsthafte Verletzung des empfindlichen Trommelfells könnte die Folge sein. Auch von Ohrentropfen ist abzuraten, solange der behandelnde Arzt es nicht für notwendig hält.

Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts: Chronischer Paukenerguss: Wie sinnvoll ist das Einsetzen von Paukenröhrchen?