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Ohrfeigen wegen Stella

Wegen Körperverletzung stand ein 36-jähriger Döbelner vor Gericht. Dort ist er nicht unbekannt. Die Tat gestand er.

© Symbolfoto/dpa

Von Helene Krause

Döbeln. Am Abend des 7. April 2017 soll ein 36-Jähriger auf dem Busbahnhof in Döbeln einem Mann zwei Ohrfeigen ins Gesicht gegeben haben. Außerdem soll er ihn mit dem Hinterkopf gegen die Glasscheibe der Haltestelle gestoßen haben. Wegen des Vorfalls stand der 36-Jährige jetzt vorm Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wurde ihm vorsätzliche Körperverletzung.

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„Ich habe ihm zwei Ohrfeigen versetzt“, gesteht der Angeklagte die Tat. „Zuvor hat es ein Wortgefecht gegeben.“ Worum es in der verbalen Auseinandersetzung ging, kann er nicht mehr sagen. „Ich hatte Alkohol getrunken“, gibt er zu. Allerdings war er nicht so betrunken, dass er nicht mehr wusste, was er tat. Vor Gericht ist er nicht unbekannt. Zwölf Einträge hat er im Bundeszentralregister stehen, die meisten wegen Fahren ohne Führerschein und Diebstahl. Eine Körperverletzung ist nicht darunter.

Der Geschädigte sagt in der Zeugenvernehmung, dass der Angeklagte mit dem Auto zum Busbahnhof gekommen sei. „Er stieg aus und kam auf mich zu“, schildert er. Dann habe der Angeklagte gesagt, dass der Geschädigte sich von einem Mädchen namens Stella fernhalten soll, sonst gäbe es Stress. „Er schubste mich und gab mir drei Schläge“, schildert der Zeuge das Tatgeschehen weiter. „Ich fiel gegen die Glasscheibe.“ Das Opfer erlitt Schwellungen und Schmerzen. Es war eine Woche krankgeschrieben.

Richter Janko Ehrlich verurteilt den Angeklagten wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 1650 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte 2100 Euro gefordert. Das Urteil ist rechtskräftig.