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Olsenbande schlägt beim Fasching zu

Auf Faschingsfeiern und Umzügen in Leisnig und Döbeln präsentieren sich die Gruppen und Vereine. Mit dabei sind Egon Olsen und Donald Duck.

© André Braun

Döbeln/Leisnig. Ritter, Prinzessinen, Monster und allerlei andere Märchengestalten beherrschten am Wochenende die Straße und Säle im Altkreis Döbeln.

Unter dem Motto „Leisnig feiert überall, mal anders sein beim Maskenball“ begehen die Leisniger Karnevalisten ihre 65. Saison. „Von Anfang an gab es auch den Umzug“, sagte der Präsident des Leisniger Carnevalsclubs (LCC) Mario Richter. Deshalb warteten am Sonntag auf dem Markt in Leisnig Clowns, Bären, Vampire, Hexen und andere Faschingsgestalten auf den Beginn des Festumzugs. „Rund 300 Leute und 30 Gruppen gestalten den Umzug in diesem Jahr“, so Richter.

Zum achten Mal beim Faschingsumzug dabei sind die Blechkahnskipper. Auf dem Festwagen der Gruppe fuhren in diesem Jahr 16 Leute mit. Das ausgediente Schiff fuhr früher auf der Mulde und sollte verschrottet werden. Olaf Rauch, Ingo Schlehahn und Marko Leske kamen auf die Idee, den Kahn in Ordnung zu bringen und die Blechkahnskipper zu gründen. In diesem Jahr hatten die Skipper die Olsenbande als Thema gewählt. Egon Olsen (Thomas Fischer), Benny (Mariko Leske) und Kjeld (Olaf Rauch) fuhren auf dem Festwagen mit. An einem Laster hing der Anhänger mit dem alten Kahn. Der wurde für den diesjährigen Faschingsumzug zu einem Polizeiboot umgestaltet. „Vorn fährt die Olsenbande und auf dem Boot die Polizei, die die Bande verfolgt“, sagte Olaf Rauch. Seine Frau hatte sich einen großen Hut auf den Kopf gesetzt. Sie spielte Yvonne, Kjelds Ehefrau. Schon Weihnachten hatte die Gruppe mit den Vorbereitungen für den Festwagen begonnen „Vergangenen Freitag und Sonnabend haben wir noch einmal unsere ganze Zeit investiert“, so Olaf Rauch. Wie es sich für die Olsenbande gehört, verschafften sich die drei erst einmal Zugang zur Sparkassenfiliale am Leisniger Markt. Mit der „Beute“ flüchteten sie zu ihrem Festwagen. Auf dem stand, wie sollte es anders sein, ein Tresor der Marke „Franz Jäger, Berlin“.

Für alle Zuschauer wurden beim Umzug Bonbons, Pfannkuchen, Brezeln und andere Süßigkeiten verteilt. An der Zimmermannsporthalle endet der Faschingsumzug. Dort gab es dann am Nachmittag für alle kleinen Narren eine Kinderfaschingsfeier.

Im Döbelner Volkshaus feierte schon am Sonnabend der Limmritzer Faschingsclub (LFC) seine erste Veranstaltung. Eine weitere gab es mit dem Kinderfasching am Sonntag. Und in der nächsten Woche lädt der LFC alle Erwachsenen zu einer Konfettiparty ein. In diesem Jahr stehen die Veranstaltungen des LFC unter dem Motto: „Selber Schuld, wer das verpennt, der LFC rockt Disneeländ“. Deshalb beherrschten viele Figuren aus Walt-Disney-Filmen das Volkshaus. Da gab es die Maus Mini in einigen Ausführungen. Schneewittchen und die sieben Zwerge, Drachen, Hexen und Prinzessinen schunkeln und tanzen im Takt der Musik.

Für den LFC ist es in diesem Jahr die 41. Faschingssaison. Begonnen wurde, wie bei jeder Veranstaltung, mit den Gardetänzen. Dann folgte ein buntes Programm. In dem wurden unter anderem wie bei der Fernsehsendung Herzblatt Disneyfiguren miteinander verheiratet. Donald Duck und Aladin, der König der Löwen und Alice im Wunderland wurden karnevalistisch verwertet. Wie ein roter Faden zog sich die Suche nach dem 101. Dalmatiner durch das gesamte Faschingsprogramm. Um mehr Gemütlichkeit in den Saal zu bringen, hatte der LFC in diesem Jahr erstmals die Galerie sperren lassen und eine Zwischendecke aus Bändern eingezogen. (hk)

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Gardetanz auf afrikanisch: Bei der Feier des Limmritzer Faschingsclubs wurden die bekannten Trickfilme von Disney im Programm verwertet. Der König der Löwen machte da eine genau so gute Figur wie Donald Duck.
Gardetanz auf afrikanisch: Bei der Feier des Limmritzer Faschingsclubs wurden die bekannten Trickfilme von Disney im Programm verwertet. Der König der Löwen machte da eine genau so gute Figur wie Donald Duck. © Dietmar Thomas
„Milch macht nicht blau, Döbeln helau“ war das Motto am Sonntag beim Kinderfasching im Döbelner Volkshaus. Der Limmritzer Faschingsclub sorgte für Stimmung. Eine Polonaise gehörte dazu.
„Milch macht nicht blau, Döbeln helau“ war das Motto am Sonntag beim Kinderfasching im Döbelner Volkshaus. Der Limmritzer Faschingsclub sorgte für Stimmung. Eine Polonaise gehörte dazu. © Dietmar Thomas

In Leisnig sind die Narren los